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Kommentar Masterplan Klinikum Osnabrück: Kluge Strategie

Meinung – Wilfried Hinrichs | 10.06.2016, 22:00 Uhr

Der neue Masterplan für das Klinikum Osnabrück zeigt: Die Strategen wissen, was sie tun.

Als das städtische Krankenhaus 1991 zum Finkenhügel umzog, war es bereits auf Wachstum ausgelegt. Der Bebauungsplan ließ genügend Rum für Expansionen. Und so entstanden nach und nach die Privatklinik, ein neuer Verwaltungstrakt, eine Strahlentherapie-Praxis, das Ärztehaus, eine neue Notaufnahme, das Zentrum für Neuromedizin und Geriatrie, ein fünfter Parkplatz. Die Dermatologie und das Haus für Augenheilkunde sind in Arbeit. Und das ist nicht das Ende: Die zunehmende Verzahnung von ambulanten und stationären Angeboten, neue medizinische Entwicklungen und wachsende Komfortansprüche werden weitere Expansionen nach sich ziehen. Ganz sicher.

Die rege Bautätigkeit erregte in den vergangenen Jahren immer wieder das Misstrauen mancher Anwohner, die das Entstehen eines „Molochs“ in ihrer Nachbarschaft befürchteten. Was kommt noch, fragten sie sich? Und wie viel Verkehr wird zusätzlich erzeugt?

Stadt und Klinikum gaben mit dem Masterplan von 2012 eine Antwort und signalisierten damit: Wir wissen, was wir tun und wohin wir wollen. Auch die aktuelle Fortschreibung des Masterplans ist Ausdruck einer Strategie, die Raum lässt, schnell auf Entwicklungen zu reagieren, die medizinische Leistung weiter zu steigern und Marktchancen zu nutzen.