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Keine Tiger mehr Rat Osnabrück beschließt Wildtierverbot im Zirkus

Von Dietmar Kröger | 08.12.2015, 21:39 Uhr

In Zukunft wird es keine Auftritte von Wildtieren in Zirkussen in der Stadt Osnabrück mehr geben. Der Rat hat entschieden, dass die Stadt solche Auftritte verbieten soll.

Sie folgt damit der von Grünen und UWG/Piraten vertretenen Position.

Die Verwaltung hatte in ihrer Vorlage vor einem generellen Verbot durch die Stadt gewarnt, da sie ein hohes Maß an Rechtsunsicherheit und damit ein hohes Klagerisiko durch jene Zirkusse befürchtet, die mit einem solchen Auftrittsverbot belegt würden.

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Rechtsstreitigkeiten befürchtet

Dem hatte der Grüne Thomas Klein widersprochen und dabei dem Rechtsamt der Stadt vorgeworfen, die Rechtslage nicht intensiv geprüft zu haben. Seiner Meinung nach gibt es durchaus eine „obergerichtliche Rechtssprechungs“, die die Stadt bei einem Verbot absichere. Für die CDU warnte hingegen Marius Keite vor möglichen Rechtsstreitigkeiten.

Die Initiative zum Verbot von Wildtierauftritten in Zirkussen in Osnabrück war von UWG/Piraten ausgegangen und hat den Ausschuss für Feuerwehr und Ordnung sowie den Rat schon mehrfach beschäftigt.

 Der Liveticker von der Ratssitzung zum Nachlesen 

Und was sind nun Wildtiere?

Da die juristische Festlegung fehlt, schlägt die Verwaltung vor, Affen, antilopenartige Tiere, Amphibien, Bären, Elefanten, Flusspferde, Giraffen, Greifvögel, Kängurus, Krokodile, Nashörner, Raubkatzen, Reptilien, Robben, Strauße und Zebras als Wildtiere zu werten. Pech für Pudel und Pferde. (Weiterlesen: Kommt ein Auftrittsverbot für Zirkusse mit Wildtieren?)