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Karol Garsztecki gewinnt Study Up Award in Osnabrück

Von Thomas Hitzemann | 19.06.2016, 17:06 Uhr

Beim Study up Award Klassik des Instituts für Musik an der Hochschule Osnabrück gewinnt der Cellist Karol Garsztecki.

Das Klassische Profil des IfM unter Leitung von Hauko Wessel profiliert sich als Fakultät innerhalb der Hochschule Osnabrück mit einem internen Wettbewerb zwischen Vokalisten, Instrumentalisten und kleinen Ensembles, ausgetragen im Konzertsaal des Gartenhauses. Neben der Vorsitzenden Sigrid Heidemann ergänzen Florian Stubenvoll und Christian Heinecke die Jury. Am Klavier begleiten durchweg hervorragend Markus Lafleur und Adelina Kamalutdinova. Ein Bläserquartett lässt die Themen von Gioacchino Rossinis Quatuor F-Dur munter zwischen Querflöte, Klarinette, Horn und Fagott kreisen. In Georg Phillip Telemanns Sonata für vier Streichinstrumente herrscht strengerer Zusammenhalt im Streichquartett. Als einziger Blechbläser stellt Daniel Wicht das Hornkonzert op. 91 von Reinhold Gliere vor.

Vielseitige Gesangsbeiträge

Auch der Holzbläseranteil ist gering. Kay Hoffmann, Klarinette, spielt beschwingt und technisch wendig das Konzert B-Dur von Carl Stamitz. Karina Kückings Querflötenton ist in allen Lagen stabil und wird dem Konzert D-Dur von Carl Reinecke gerecht. Die Gesangsbeiträge sind vielseitig, vertritt doch jede der Teilnehmerinnen einen Typus. Da ist Antje Schweigers gewollt naiver Vortrag von Chansons und Liedern. Ganz in der Oper zu Hause, präsentiert sich Sabrina Watermann. Eher für das Kantaten-Repertoire geeignet, scheint Annika Dintinger zu sein. Einen lyrischen Sopran, timbriert und wandlungsfähig, stellt Jingru Huang vor. Als lebensfrohe Soubrette mit Metall in der Stimme, lässt sich Anna Maria Koßbau hören.

Karol Garsztecki gewinnt

Der Streicheranteil ist hoch. Quicklebendig, jedoch recht uneinheitlich, streicht Myungin Ma seine Violine in W.A. Mozarts Konzert A-Dur, KV 219. Geigerin Jia Jia Guo betont die virtuosen Details in Jean Sibelius Violinkonzert op. 47. Alena Gschwandtner präsentiert das Bratschenkonzert op. 1 von Carl Stamitz gut durchdacht und sauber intoniert. Auf dem Cello streicht Julio Reynose das Cellokonzert in a-Moll von Camille Saint-Saens. Die drei Sätze von Joseph Haydns Cellokonzert C-Dur teilen sich zwei Studierende. Dorothea von Rath spielt solide phrasierend Adagio und Finale. Karol Garsztecki streicht Adagio und Moderato, überlegen fließend, detailbewusst und ausgeglichen. Für die Juryentscheidung gilt allein ein übergreifendes Kriterium: der musikalisch überzeugendste Vortrag. Nach nur 10 Minuten Beratungszeit steht der Sieger des Awards fest: Karol Garsztecki, Violoncello.