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Jubel im Sitzungssaal Osnabrücker Rat beschließt Katzen-Kastrationspflicht

Von Michael Schwager | 20.06.2012, 11:09 Uhr

Beifall gibt‘s nicht oft unmittelbar nach Entscheidungen im Osnabrücker Rathaus. Das war anders, als in der jüngsten Ratssitzung die Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für frei laufende Katzen beschlossen wurde. Die etwa 20 ehrenamtlichen Katzenschützer, die die Ratsdebatte verfolgt hatten, verließen mit einem Danke-Transparent den Sitzungssaal und feierten anschließend noch mit Sekt auf der Rathaustreppe.

Grund für die Freude der Katzenschützer: Der Rat hat nicht nur 5000 Euro für eine Aufklärungskampagne freigegeben, die Katzenhalter dazu bringen soll, ihre Freigänger-Katzen kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Weitere 20000 Euro sollen für die Kastration bereits verwilderter Hauskatzen ausgegeben werden. Durch die Unterstützung der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ könnten mit diesem Betrag bis zu 400 Katzen kastriert und gekennzeichnet werden.

Außerdem beschloss der Rat eine Erweiterung der Ordnungssatzung: Katzenhalter, die ihren Stubentiger auch nach draußen lassen, werden verpflichtet, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Als Katzenhalter gilt künftig auch, wer freilaufenden Katzen regelmäßig füttert.