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In Oldendorf und Wissingen geben die Damen den Ton an – Oesede selbstbewusst – Dissen muckt auf Auch viertklassig fliegt der Ball hoch

09.09.2011, 14:54 Uhr

Lang, lang ist es her, als die Tischtennisdamen der TSG Burg Gretesch und des TuS Glane in der Bundesliga sowie die Herrenteams der Spvg. Niedermark und der TSG Burg Gretesch in der 2. Liga für Furore sorgten.

In den 80er- und 90er-Jahren war die Region Osnabrück mit dem Bundes- und Landesstützpunkt am Schölerberg eine Tischtennishochburg im Norden Deutschlands. Für die Erfolge sorgten nicht nur die ausländischen Spitzenspieler, sondern zahlreiche, hierzulande groß gewordene Talente wie Ilka Böhning, Christiane Praedel, Margarete Sieker, Sabine Linnemeyer, Klaus Hellmann, Guido Hehmann, Niels Blum, Lars Lorenz und viele andere.

Anne Sewöster, Meike Müller, Maria Shiiba und Svenja Böhm sind als hoffnungsvolle Talente in Richtung Landeshauptstadt abgewandert, sodass die ranghöchsten Mannschaften hierzulande in der vierthöchsten Spielklasse aufschlagen. Die Leistungsspitze bilden die Herren der SF Oesede sowie die Damen aus Wissingen und Oldendorf.

In der Oberliga der Damen dürfte die „Erste“ aus Oldendorf mit routinierten Spielerinnen um Maren Henke auf jeden Fall bei der Vergabe des Titels ein Wort mitsprechen, auch wenn Diane Visbek und Maike Bill aus beruflichen Gründen nicht immer Zeit haben. Die „Reserve“ aus dem Grönegau, eine von Yvonne Bressert angeführte Ansammlung von Talenten um die Geschwister Rica und Gina Henschen, hat sich mit dem Klassenerhalt ein realistisches Ziel gesetzt.

Auf Anhieb schaffte SV Wissingen den Wiederaufstieg in die Oberliga. Für Nina Peping, die zu ihrem Stammverein VfL Kloster Oesede wechselte und dort eine Herrenmannschaft verstärkt, kehrte die 32-jährige Sandra Cirkovic aus Schledehausen zurück. Sabine und Lutz Kameier sind gespannt, wie schnell sich die 16-jährige Saskia Kameier an das Niveau im oberen Paarkreuz der neuen Klasse gewöhnt.

Auf die Herren der SF Oesede, auch in der sechsten Oberligasaison gemanagt von Fred Krone, wartet eine interessante Spielzeit. Neu im Team steht mit Jannik Hehemann ein in Holzhausen groß gewordenes Talent. Der 14-Jährige soll sich weiter entwickeln in einer „gewachsenen, homogenen Truppe mit Spielern ohne Starallüren“, wie Krone betont.

In der Verbandsliga der Herren meldet Dissen Aufstiegsambitionen an. Voraussetzung dafür ist laut Mannschaftsführer Frank Wehrkamp-Lemke, dass die TSG nicht wieder vom Verletzungspech verfolgt wird. Für den Niederländer Tonnie Hejnen wurde mit Dieter Lippelt mehr als ein Ersatz gefunden. Die komplette Mannschaft trainiert mindestens zweimal pro Woche gemeinsam und baut die nachrückenden Jugendlichen Jan Hendrik Gessat und Fynn Pörtner ein.

Staffelkonkurrent Spvg. Oldendorf verjüngte nach dem Wiederaufstieg sein Aufgebot durch den 19-Jährigen Michael Kühn vom TSV Venne. Christoph Chrzanowski & Co. haben großes Entwicklungspotenzial und sollten im sicheren Mittelfeld landen.

In der Parallelstaffel der Damen schickt die Spvg. Oldendorf das mit Abstand jüngste Aufgebot der Liga ins Rennen. Für Betreuer Uwe Henschen ist der Klassenerhalt das Ziel, da seine jungen Schützlinge Probleme mit der unorthodoxen Spielweise der durchweg älteren Konkurrenz haben werden. Aufsteiger TSG Dissen setzt auf die Routine der beiden Ex-Glanerinnen Birgit Lippold und Mechthild Sprengelmeyer sowie auf die 19-jährige Thanh Le Vo, die aus Oesede kam.

Das obere Tabellendrittel ist Ziel der Landesligaherren der Spvg. Niedermark. Carsten Hehmann und Co. müssen Routinier Dieter Lippelt ersetzen, der nach 24 Jahren eine neue Herausforderung beim Nachbarn in Dissen sucht. Schließen soll die Lücke der 31-jährige Hendrik Witte. Mitabsteiger TSV Venne verlor mit Fritz Titgemeyer und mit Michael Kühn zwei Stammspieler. Obwohl Klaus Hellmann zu den stärksten Einzelspielern der Liga zählt, steht der TSV vor einer schweren Saison.

Ihre zweite Saison in Folge absolviert die Reserve des SV Wissingen in der Landesliga. Nach der ausgezeichneten Rückrunde m ersten Jahr in der Landesliga geht es für die Reserve des SV Wissingen um die Plätze zwischen Rang 3 und 7. Der Unterbau ist durch Anja Schmidt aus Schledehausen und Larena Olschewski aus Marklohe deutlich besser geworden.

Erfreulich: Sowohl die Mädchen aus Oldendorf als auch die Jungen der TSG Dissen gehören weiter der Niedersachsenliga an.