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In Altmetallcontainer gefunden Polizei Osnabrück staunt nicht schlecht: Granate abgegeben

Von Jörg Sanders | 17.04.2014, 16:57 Uhr

Ein Osnabrücker hat am Mittwoch einige Polizisten erst zum Staunen gebracht – dann war Besonnenheit gefragt. Der Bürger hatte den Beamten eine Panzergranate auf den Tisch gelegt.

Am Mittwochnachmittag brachte der Mann „einen bombenähnlichen Gegenstand“ in die Wache an der Winkelhausstraße. Der Bürger betrat das Gebäude, „dann hat er den Kollegen das Ding auf den Wachtresen gelegt“, sagte Pressesprecher Frank Oevermann unserer Redaktion. „Die haben nicht schlecht gestaunt“, ergänzte er. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine 10,5 Zentimeter starke Panzergranate, „vermutlich aus NATO-Bestand“, heißt es in dem Bericht. Der Überbringer hatte sie zuvor in einem Altmetallcontainer entdeckt.

Die Beamten reagierten weniger gelassen als der Mann, der die Granate abgeliefert hatte. „Sie haben sie sofort vorsichtig beiseite geschafft“, sagte Oevermann. Im Freien deponierten sie die Kriegswaffe kurzerhand in einer Bodensenke und sperrten den Bereich großräumig ab. Die hinzugezogene Berufsfeuerwehr Osnabrück legte die Granate in einem Container ab. Die Polizei schickte dem Kampfmittelbeseitigungsdienst in Hannover Fotos von der Waffe, ebenso rief sie einen Fachmann der Berufsfeuerwehr hinzu. Letztlich kamen die Beteiligten zu dem Ergebnis: Die Granate hatte keine Zündvorrichtung und war ungefährlich.

Am Donnerstag holte der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Granate ab und entsorgte sie. Einen Hinweis auf den Ableger der Granate hat die Polizei nicht. Sie rät, gefundene Waffen am Fundort zu lassen und die Polizei zu informieren.