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Hilfe für Flüchtlinge Darum kommt Til Schweiger nach Osnabrück

Von Ulrike Schmidt | 30.09.2015, 12:34 Uhr

Der Schauspieler und Regisseur Til Schweiger besucht am Mittwoch das Osnabrücker Flüchtlingshaus, das er aus Mitteln seiner neu gegründeten Stiftung unterstützen will.

Schweiger will sich am Betrieb eines Flüchtlingshauses in Osterode beteiligen. Weil die ehemalige Kaserne, die dazu umgebaut werden muss, mit Schadstoffen belastet ist, kann er dort derzeit nicht aktiv werden. Aus diesem Grund hatte der niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius dem Schauspieler vorgeschlagen, er könne auch in Osnabrück helfen. (Im Liveticker: Til Schweiger besucht Flüchtlingshaus) 

Einziges privat geführtes Haus

Das Osnabrücker Flüchtlingshaus ist die einzige Erstaufnahmeeinrichtung des Landes, das von einer privaten gemeinnützigen Organisation, der Diakonie, geführt wird. Es kommt in seiner Struktur damit der geplanten Osteroder Einrichtung sehr nahe. Der Osnabrücker Pistorius hatte das Haus am Natruper Holz auch deshalb vorgeschlagen, weil es sich noch im Aufbau befindet: „Die Projekte von Schweiger sind ja immer nur zusätzlich zu dem, was wir an Grundausstattung bieten“, hatte Pistorius auf Anfrage unserer Redaktion erklärt.

Thomas D begleitet Schweiger

Am 17. September hatte Schweiger in Berlin seine neu gegründete Stiftung vorgestellt. Das Geld aus dem Stiftungskapital soll nicht allein Flüchtlingskindern zugutekommen, sondern soll die Chancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher „jeglicher Herkunft“ verbessern, hieß es bei der Präsentation. Rapper Thomas D von den Fantastischen Vier unterstützt die Til Schweiger Foundation und ist heute mit Schweiger und Innenminister Pistorius in Osnabrück.

Dezember 2015 eröffnet

Das Osnabrücker Flüchtlingshaus ist kurz vor Weihnachten im vergangenen Jahr eröffnet worden. Es ist die vierte Erstaufnahmeeinrichtung des Landes und angegliedert an das Haus in Bramsche-Hesepe. Es soll bis Ende des Jahres Platz für 600 Flüchtlinge bieten. Aus diesem Grund wird das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus Schritt für Schritt umgebaut. Angesichts des starken Flüchtlingszustroms wurden inzwischen 60 winterfeste Container aufgestellt, die zusätzlichen Platz bieten sollen.

Weiterreise in andere Kommunen

In dem Haus am Natruper Holz leben vorwiegend Familien mit Kindern. Von hier aus reisen sie nach einem festgelegten Schlüssel weiter in verschiedene niedersächsische Kommunen, in denen anerkannte Flüchtlinge dann ein neues Zuhause finden sollen.