Ein Artikel der Redaktion

Helfer für guten Ablauf Volunteers haben beim Landesturnfest alle Hände voll zu tun

23.07.2012, 18:39 Uhr

Arbeiten, wenn andere feiern: Die 15 Volunteers des Geräteteams zählen nicht gerade zur Partyfraktion beim Landesturnfest. Können sie auch nicht.

Denn während am Ende des Wettkampftages an den drei großen Bühnen die Post ab- geht, gilt es für die Helfer, die Sporthallen für den nächsten Tag zu präparieren.

Christoph Hannig koordiniert als Leiter des Geräteteams die Einsätze und packt auch selbst kräftig mit an, wenn es darum geht, für den kommenden Wettkampf einen neuen Boden zu verlegen oder Turngeräte in der Sporthalle der Domschule ab- und in Sutthausen wieder aufzubauen. Der drahtige Berufsschullehrer ist als ehemaliger Geräteturner Mitglied im NTB-Präsidium und sammelte während der vergangenen Turnfeste in Braunschweig und Hameln bereits Erfahrungen in diesem Einsatzbereich. „Die Vorlaufzeit für Osnabrück betrug fast ein Jahr. Zuerst haben wir uns die Sporthallen angesehen, wo was möglich ist, dann mit den Wettkampfanforderungen abgeglichen und schließlich die fehlenden Materialien bestellt“, so der aus Göttingen stammende Hannig.

Nicht weniger als sieben Lkw-Ladungen der Firmen Spieth-Gymnastic mit einem Materialwert von knapp einer halben Million Euro trafen am vergangenen Donnerstag aus dem baden-württembergischen Esslingen in Osnabrück ein. Es war der bisherige Hauptkampftag für die kleine Gruppe der Geräte-Volunteers.

Die mit Bodenläufern und Unterkonstruktionen, Sprungtischen und Reckstangen, Trampolinen und Barren vollgepackten Container verbauten die überwiegend aus dem Turnbereich stammenden Helfer in den Sporthallen. Arbeitszeit trotz vieler breiter Schultern: zwölf Stunden.

Hannig gesteht: „Wir haben von dem Turnfest ganz wenig, da wir praktisch an keiner Abendveranstaltung teilnehmen können.“ Warum sich die Volunteers dennoch so engagiert einbringen? „Von Sportlern, für Sportler“, bringt es Helfer Sven Wübbolt exemplarisch für alle Volunteers auf den Punkt.