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Hans im Glück Geschichte Was ist neu bei Peter Pane in Osnabrück?

Von Jörg Sanders und Sarah Engel | 31.03.2016, 20:26 Uhr

Es war ein kurzes Intermezzo von Hans im Glück am Nikolaiort in Osnabrück: Nach Streitigkeiten mit der Unternehmenszentrale ist dieses Kapitel Geschichte. Aus Hans wurde Peter – und was hat sich noch geändert?

Tische, Sitzgelegenheiten und Küchenausstattung jedenfalls nicht, sagt Patrick Junge, Inhaber des neuen Burger-Unternehmens. Die seien geblieben. Aber alles andere sei neu, versichert er. Das hatte seinen Preis: 200.000 Euro habe er in den Umbau von Hans auf Peter investiert. Bislang habe Junge „ausnahmslos positive Rückmeldungen erhalten“.

Birken mussten weichen

Was dem Umbau jedoch zum Opfer fiel: die für Hans im Glück typischen Birkenstämme mitten im Restaurant. „Die werden als Brennholz genutzt“, sagt Junge.

Die Asche könnte symbolisch für die Vorgeschichte stehen: Mitte März hatte der Osnabrücker Hans im Glück nach Streitigkeiten zwischen Franchisenehmer Junge und der Zentrale in München geschlossen. Junge kündigte daraufhin die Eröffnung seines eigenen Nachfolgers für den 7. April in Osnabrück an. Doch es ging schneller: Am vergangenen Montag eröffnete am Nikolaiort offiziell sein eigenes Burger-Restaurant. „Wir haben bis in die späten Abendstunden mit etwa 250 Gästen gefeiert“, sagt er.

Fleischloses Angebot erweitert

Bei Peter Pane könnten Kunden nun aus einem größeren veganen und vegetarischen Angebot als zuvor wählen, sagt Junge. Vegane Burger gibt es zwei, vegetarische drei – je ab 7,80 Euro. Bei allen anderen Burgern stamme das Fleisch aus Deutschland. Was ist sonst noch neu? Das Angebot an Getränken und Nachspeisen sei größer als zuvor.

Bislang gehe sein Konzept auf. „Wie an den anderen Standorten bislang auch, wird das Restaurant in Osnabrück von den Gästen sehr gut angenommen“, sagt Junge.

Die ganze Vorgeschichte

Ende Januar hatte das Münchener Burger-Unternehmen Hans im Glück seinem Franchise-Nehmer mit Geschäftsführer Patrick Junge gekündigt. Zwölf Filialen verlor das Franchise-Unternehmen so auf einen Schlag, überwiegend im Norden: in Lübeck, Hamburg, Berlin, Bremen, Flensburg, Oldenburg, Osnabrück, Potsdam und Binz auf Rügen. Zu viele Abweichungen vom Konzept, etwa eigene Burger-Kreationen, seien der Grund für die Trennung gewesen, argumentierte Hans im Glück. Letztlich warfen sich beiden Parteien Vertragsbruch vor. Ende März war dann offiziell Schluss mit der Zusammenarbeit.

12 Mal Peter Pane

Geschäftsführer Patrick Junge ließ das kalt und kündigte an, die Burger-Läden mit seiner Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH fortzuführen. Peter Pane gibt bis Mitte April in Berlin (3), Bremen, Flensburg, Hamburg (2), Lübeck, Oldenburg, Potsdam und Osnabrück.

Hans im Glück will den Rückschlag schnell wegstecken und seinen rasanten Wachstumskurs fortsetzen.