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Gutes Verhältnis betont Bremens Bürgermeister besucht Osnabrück

Von Matthias Liedtke | 06.09.2011, 15:52 Uhr

Seit mehr als sechs Jahren ist Jens Böhrnsen Senatspräsident und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen. Nach dem Rücktritt Horst Köhlers vom Amt des Bundespräsidenten war er im Juni 2010 als Bundesratspräsident sogar für wenige Tage Staatsoberhaupt, bevor ein Osnabrücker die Amtsgeschäfte übernahm. Als Nachfolger von Henning Scherf im Amte des Bremer Landeschefs besuchte Böhrnsen nun zum ersten Mal das Osnabrücker Rathaus, das im kommenden Jahr sein 500-jähriges Bestehen feiert und damit 100 Jahre jünger ist als sein Bremer Pendant, wie Oberbürgermeister Pistorius anmerkte.

Im Friedenssaal wurde Böhrnsen offiziell empfangen und trug sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Bevor er dem Gast aus Bremen ein Osnabrücker Steckenpferd überreichte, betonte Pistorius die Gemeinsamkeiten der beiden Städte: Sowohl Bremen als auch Osnabrück seinen keine rein „monostrukturellen“ Verwaltungsstädte, sondern verfügten gleichermaßen über eine „starke, historisch gewachsene industrielle Prägung“. Bremen sei jedoch „näher am Wasser“ und verfüge entsprechend über einen größeren Hafen, sagte der Oberbürgermeister.

Zum anderen seien es auch die „aktuellen politischen Herausforderungen“, die Hanse- und Friedensstadt miteinander teilen. Letztere könne sich aber zugutehalten, dass „trotz aller Sparrunden“ der vergangenen Jahre die Strukturen erhalten wurden. Das „Profil“ als Friedensstadt sei täglicher politischer „Auftrag und Aufgabe“.

Auch in Bremen habe Osnabrück „einen guten Klang“, entgegnete Böhrnsen und betonte damit den freundschaftlichen Charakter seines Besuchs. Dass sein Osnabrücker Kollege für eine längere Amtsperiode und direkt gewählt wird, erfüllte ihn mit einem gewissen Neid. Nicht unbedingt beneiden muss Böhrnsen dagegen die Hasestädter um ihren Fußball. Eher umgekehrt.