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Gütesiegel für Berufsvorbereitung Sieben Schulen im Kreis sind „Startklar für den Beruf“

Von Joachim Dierks, PM. | 26.12.2016, 16:10 Uhr

Sieben Schulen aus dem Landkreis dürfen jetzt das Gütesiegel „Startklar für den Beruf“ führen. Bei einer festlichen Veranstaltung in den Räumen der Kreishandwerkerschaft am Schölerberg bekamen sie die Urkunden überreicht, darunter weiterführende Schulen in Bad Iburg, Glandorf und Hilter.

Ziel des Ganzen ist, die Berufsorientierung an den Schulen zu verbessern, um den Jugendlichen eine größere Sicherheit bei ihrer Wahl eines zukünftigen Ausbildungs- und Berufswegs zu vermitteln. Eine Vergeudung von Zeit und Ressourcen durch Fehlentscheidungen sollte tunlichst vermieden werden, sagte der frühere Schulrat Ulrich Mühlenhoff als Regionalleiter der Aktionsgemeinschaft Gütesiegel Weser-Ems. Hinter der Aktionsgemeinschaft stehen Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer, die sich um den Fachkräfte-Nachwuchs sorgen, und die Landesschulbehörde.

Konzepte zur Berufsorientierung

Preisträger sind die Oberschule Bad Essen, das Gymnasium Bad Iburg, die Ludwig-Windthorst-Schule Glandorf, die Oberschule Hilter, die Oberschule Artland in Quakenbrück, die Alexanderschule Wallenhorst und die Realschule Wallenhorst.

Sie konnten die Jury von ihren Konzepten zur Berufsorientierung überzeugen. Wobei es naturgemäß einige Überschneidungen gab, denn nicht jeder kann das Rad komplett neu erfinden. Bewerbungs-Trainings, Praktika, Ausbildungs-Messen und Potenzialanalysen kamen häufig vor, aber auch ausgefallenere Bausteine wie Schülerfirmen mit sehr unterschiedlichen Geschäftsgegenständen von der Kleinviehhaltung bis zur Landmaschinenrestaurierung, Schülerlotsen- und Sanitätsdienste, Hausaufgabenhilfe und Kooperationsverbünde mit regionalen Firmen. Worauf die Jury besonderen Wert legte, war die fächerübergreifende systematische Einbettung der Berufsorientierung in die Curricula, und das möglichst schon ab Jahrgangsstufe 8, und die Netzwerkbildung mit anderen Akteuren am Arbeitsmarkt.

Komplexer werdende Welt

Der Jury-Vorsitzende, Elster-Kromschröder-Personalleiter Ralf Ellermeier, stellte aus Sicht des Praktikers die wichtige Rolle dar, die auf die Schulen zukomme, wenn sie ihre Schützlinge in eine immer komplexer und undurchsichtiger werdende Welt der Veränderungen entließen. „Schule und Betriebe müssen das gemeinsam anpacken“, forderte er.

Das Gesangs-Sextett der Oberschule Artland, durch Krankheit auf ein Terzett geschrumpft, ließ sich dadurch nicht beirren und sorgte mit flotten Pop-Gesängen für musikalische Auflockerungen. Osnabrücks Kreishandwerksmeister Siegward Schneider lud als Hausherr wie Jury-Mitglied zum anschließenden Erfahrungsaustausch am Buffet.