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Gucken, staunenund kaufen Am Sonntag Erste Design-Messe in Osnabrück im Haus der Jugend

28.09.2011, 13:25 Uhr

Möbel, Taschen, Lampen, Kleidung, Schmuck und kleine Accessoires sind nur ein paar Beispiele aus der Angebotspalette, die am Sonntag zwischen 10 und 20 Uhr bei der ersten Osnabrücker Design-Messe im Haus der Jugend präsentiert und verkauft werden.

Wenn der Hausrat bei Otto Normalbürger schon reif für die Mülltonne ist, wird er für Künstler oft erst richtig interessant: Frei nach dem Motto „Aus alt macht neu“ recyceln sie aus scheinbar unscheinbaren Dingen überraschende Schmuckstücke und Unikate.

In Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln und München sind Design-Messen längst fest im Terminkalender etabliert. Auch das benachbarte Münster hat eine eigene Design-Messe, bei der junge Künstler ihre handgemachten Unikate unter die Leute bringen. Katrin Lazaruk und Steve Mc Guire finden: Osnabrück sollte das auch von sich behaupten können. Eine jährlich stattfindende Design-Messe zu haben, bei der junge und jung gebliebene Kreative ihre Werke präsentieren und bekannt machen können. „Für viele ist es wie ein kleiner Start-up“, sagt der Osnabrücker Künstler Mc Guire, auf den in der Hasestadt schon diverse Kunstwerke und vor allem Wandgestaltungen zurückzuführen sind. Einen ganzen Tag haben die Aussteller bei solch einer Messe Zeit, der Öffentlichkeit zu präsentieren und entdeckt zu werden. „Das ist eine Riesen-Chance“, so Mc Guire.

Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Katrin Lazaruk, die in Osnabrück seit einem Jahr den Design-Laden „Made in Osnabrück“ in der Redlingerstraße betreibt, stellt Mc Guire am Sonntag die erste Osnabrücker Design-Messe auf die Beine. Rund 35 Künstler und Designer aus Osnabrück und Umgebung präsentieren von 10 bis 20 Uhr im Haus der Jugend ihre Werke. Für die Stimmung während des Messe-Bummels werden zwei lokale DJs aus dem Tiefenrausch sorgen. Für Kinder gibt es ein Kasperle-Theater.

Gucken, staunen, kaufen und für alle Insider auch ein bisschen netzwerken – das sei die Devise, die sie bei ihrer Messe verfolgten, sagen Steve Mc Guire und Katrin Lazaruk. Dass der Bedarf und das Interesse für eine solche Plattform da sind, haben sie im vergangenen Jahr jede Woche von Neuem erfahren: Im Design-Shop „Made in Osnabrück“ verkauft Katrin Lazaruk längst nicht mehr nur ihre eigenen Werke. „Wir verkaufen auch für andere Osnabrücker Künstler“, erklärt Lazaruk. Die Ware sollte nur zwei Bedingungen erfüllen: Sie muss tatsächlich in Handarbeit entstanden sein und zudem natürlich auch in Osnabrück gefertigt sein. „Sonst würden wir unserem Namen ja untreu“, sagt Lazaruk. Immer wieder habe es aber auch Anfragen von Leuten gegeben, die nicht aus der Stadt kommen. „Auch dafür ist jetzt die Messe da“, erklärt Lazaruk. Hier könnten sie eben auch diesen nicht-lokalen Designern eine Plattform bieten.

Übrigens: Das Warenangebot erstreckt sich von hochwertiger Kunst über aufwendige Recycling-Gegenstände bis hin zu Kinder- und Erwachsenenkleidung. Der Eintritt kostet 2 Euro. Kinder bis 14 Jahre bezahlen keinen Eintritt.