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Gemeinderat Glandorf: Von Flüchtlingen bis zum Thieplatz

Von Andrea Pärschke, Andrea Pärschke | 30.06.2016, 20:12 Uhr

Die letzte Glandorfer Ratssitzung vor der Sommerpause hatte es in sich. Neben Windkraftanlagen und flottem Internet, ging es auch noch um Flüchtlinge, den Thieplatz und vielem anderen.

Die Öffnungszeiten des Standesamtes, die Wegbereitung für mehr Windkraftanlagen in Glandorf und der Breitbandausbau für schnelleres Internet : Die Ratsmitglieder hatten viel zu besprechen. Doch auch die Ankunft von Flüchtlingen aus Eritrea und der Thieplatz waren Themen. Die Meldungen:

Flüchtlinge aus Eritrea

Glandorf ist um eine Nationalität reicher: Im vergangenen Monat ist die erste Flüchtlingsfamilie aus Eritrea in der Gemeinde angekommen. Das gab Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann nun bekannt. Zurzeit fliehen viele Eritreer vor einem diktatorischen Regime, dass Medienberichten zufolge den Militärdienst auf Lebenszeit verlängert hat und Wehrpflichtige als Zwangsarbeiter einsetzt. Sie stellen neben Syrern, Afghanen und Irakern die größte Flüchtlings-Gruppe dar. Insgesamt leben in Glandorf zurzeit 60 Flüchtlinge.

Bänke für den Thieplatz

Experten haben es bereits bestätigt: Der Thieplatz ist ein Schmuckstück. Allerdings könnte es auf dem Platz lebendiger zugehen. Dafür müsste er intensiver in den Ortskern integriert und „die Aufenthaltsqualität“ erhöht werden. Da der Handlungsbedarf groß ist, hat die Bürgermeisterin zusammen mit der Steuerungsgruppe Ortskerngestaltung und den Ratsmitgliedern beschlossen, Bänke aufzustellen. Allerdings sei dies nur der Anfang: In der näheren Zukunft möchte die Gemeinde einen Landschaftsarchitekten mit der Umgestaltung des Thieplatzes beauftragen.

Spielplatz am Christopherus Kindergarten

Nach gut 20 Jahren hat der Spielplatz vom Christophorus Kindergarten eine kleine Frischzellenkur nötig: 26500 Euro möchten die Ratsmitglieder dafür ausgeben. Ziel ist es nach wie vor, den besonderen Charme des Kindergartens auf zwei „Bergen“ zu erhalten. In der Vergangenheit war kontrovers über die Maßnahme diskutiert worden. Zunächst war eine Summe von 40000 Euro für das Projekt veranschlagt worden, diese konnte nun aber verringert werden. Die Investition wurde einstimmig beschlossen.

Abwechslungsreiches Programm im Halvi

Das Jugendzentrum Halvi ist umgezogen – zumindest für kurze Zeit. Hintergrund sind die dringend notwendig gewordenen Sanierungsarbeiten an dem ehemaligen Lehrerwohnhaus auf dem Schulhof der Ludwig-Windthorst-Schule, in dem das Halvi untergebracht ist (Die Heizung streikte: Hier mehr dazu.) Herberge bietet zurzeit die Teestube der katholischen Kirche an der Kolpingstr. 9 in Glandorf. „Die Mitarbeiter konnten trotz der Umstände ein umfangreiches Programm auf die Beine stellen“, sagte Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann. In der neuen Unterkunft wird das Jugendzentrum montags und freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet sein. Zurück zur Normalität soll es jedoch bereits in diesem Jahr gehen: Im Herbst werden die Bauarbeiten am Jugendzentrum voraussichtlich beendet sein.