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Für Ausbau des Breitbandnetzes Dobrindt überreicht Lübbersmann Förderbescheid

Von PM. | 15.03.2016, 10:21 Uhr

Für den Ausbau des Breitbandnetzes im Landkreis Osnabrück hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Landrat Michael Lübbersmann den ersten Förderbescheid über 50000 Euro überreicht.

Nun kann der Landkreis nach eigenen Angaben konkrete Ausbauprojekte für schnelles Internet planen und Antragsunterlagen für eine Bundesförderung dieser Projekte erstellen. In einem zweiten Schritt vergibt dann das Bundesministerium jeweils bis zu 15 Millionen Euro, um die Umsetzung von Ausbauprojekten zu fördern, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung. „Für den Landkreis Osnabrück ist diese Förderung ein erster Meilenstein, um das umfangreiche Ausbauprogramm im Osnabrücker Land zu starten. Wir werden mit dem Ausbau der Breitbandes unseren Standort, für die Menschen und auch Unternehmen, zukunftsfähig gestalten“, bewertet Lübbersmann diese Bundesförderung. „Auch in ländlichen Regionen muss der Zugang zum Internet eine Selbstverständlichkeit sein“, so der Landrat weiter.

15 Millionen Euro Höchstbetrag pro Projekt

Der Bundestagsabgeordnete André Berghegger (CDU) sieht den Breitbandausbau als eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Zukunft: „Ich bin froh und glücklich, dass die Heimatregion mit einer Förderung berücksichtigt wird“. Insgesamt werden im Rahmen des Bundesförderprogramms rund 2,7 Milliarden Euro Zuschüsse zur Verfügung gestellt, um ganz Deutschland mit schnellem Internet zu versorgen. Für alle Kommunen besteht die Möglichkeit, das Bundesprogramm zu nutzen, damit es bis 2018 auf der Landkarte fast keine unterversorgten Gebiete mehr gibt. Mit dem Programm wird der Netzausbau technologieneutral gefördert. Der Fördersatz beträgt im Regelfall 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Der Höchstbetrag pro Projekt liegt bei 15 Millionen Euro. Das Bundesprogramm ist mit Förderprogrammen der Länder kombinierbar.

Telkos 2010 gegründet

Ziel des Landkreises und der Städte und Gemeinden ist es, noch nicht zufriedenstellend mit einer Breitbandverbindung ausgestattete Wohn- und Gewerbegebiete mit Breitband zu versorgen. Denn Breitbandinternet wird immer mehr zu einem wichtigen Standortfaktor. Eine schnelle Internetverbindung ist in größeren Städten mittlerweile Standard, anders sieht es dagegen im ländlichen Raum aus . Um auch solche Gebiete mit Breitbandanschlüssen zu versorgen, hat der Landkreis Osnabrück die Telekommunikationsgesellschaft Landkreis Osnabrück mbH, kurz Telkos, im Jahre 2010 gegründet. In den vergangenen Jahren hat der Landkreis bereits mit Eigenmitteln in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro rund 15000 Haushalte und Gewerbebetriebe den Zugang zum Breitbandanschluss ermöglicht. Mehr als 80 Prozent aller Haushalte im Landkreis Osnabrück sollen bis 2018 über Telekommunikationsanbieter mit mindestens 30 Mbit/s versorgt sein. Dieses bedeutet aber auch, dass rund 23500 Adressen nicht oder nicht ausreichend erschlossen sein werden. Hier tritt der Landkreis Osnabrück ein.

Keine Konkurrenz zu funktionierenden Angeboten

„Unsere Aufgabe ist es, eine Breitbandinfrastruktur genau dort zu errichten, wo die klassischen Telekommunikationsanbieter keine Lösungen mehr schaffen. Wir treten dabei nicht in Konkurrenz mit funktionierenden Angeboten, sondern wollen eine flächendeckende Versorgung schaffen“, so der Landrat zur Aufgabe der Telkos.