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Fotoausstellung und Briefkontakte Gesamtschule Schinkel startet Partnerschaft mit Peru

Von Markus Strothmann | 04.12.2015, 19:22 Uhr

In dieser Woche feierte die Gesamtschule Schinkel (GSS) den Auftakt der Partnerschaft mit der Max Uhle-Schule in Arequipa (Peru) mit der Eröffnung einer Fotoausstellung – und einem echt peruanischen Büffet mit „tapas“ und „chicha morada“.

„Mit der Fotoausstellung und dem Besuch dreier Schüler aus Arequipa befinden wir uns noch in der Vorlaufphase für den ersten Besuch unserer Schüler in Peru“, sagte Schulleiterin Hildegard Grewe. Dazu werden demnächst Siebtklässler der GSS Brieffreundschaften mit Max Uhle-Schülern aufnehmen. Das soll den geplanten Austausch 2018 vorbereiten.

Cristina Bolaños, Fachleiterin Kunst und UNESCO-Beauftragte der Max Uhle-Schule unterrichtete vor eineinhalb Jahren an der GSS und bahnte die Zusammenarbeit an. „Unsere Schüler sind sehr interessiert an interkulturellen Projekten“, sagte sie. Die Bilder und die begleitenden Texte fertigte ihr Kunstkurs des 11. Jahrgangs an. „Wir haben überlegt, was wir am besten zeigen können. Mit den Bildern und den Texten dazu haben die Schüler künstlerische Begabung, kulturelle und sprachliche Kompetenz ausgedrückt“, sagte sie.

Projekt in den Anden wird gefördert

Die Ausstellung zeigt unter anderem Landschaft und Architektur in der Region Arequipa, dokumentiert aber auch das Projekt „Viaje Social“ der Max Uhle-Schule: Einmal im Jahr reisen die Schüler und Lehrer in ein entlegenes Andendorf und überbringen Spenden, etwa in Form von Unterrichtsmaterial, und packen mit an bei der Renovierung öffentlicher Gebäude. Bei den Besuchen lernen sie auch die Feldarbeit kennen und erfahren von den Einheimischen vieles über die Natur und den Alltag im Hochgebirge.

Die Ausstellung zeigt konkret den Besuch des Dorfes Tuti im Valle del Colca, das die GS Schinkel demnächst auch zu Weihnachten beschenken wird. Um aus erster Hand zu erfahren, was bei den Bewohnern des Dorfes auf dem Wunschzettel steht, reiste Spanischlehrer Gunnar Nilsson nach Peru und brachte konkrete Ergebnisse mit: Die Peruaner benötigen Sonnenschutz, denn Tuti liegt in 4000 Metern Höhe. Dementsprechend ist die Sonneneinstrahlung extrem stark und führt besonders bei Kindern häufig zu Verbrennungen. Finanziert wird die Spende mit einer Sammelaktion zu Weihnachten.

Die drei Schüler aus Arequipa berichteten von ihrem Schulalltag, dabei erfuhren die Zuhörer etwa, dass die 1000 Schüler dort das Oktoberfest feiern, und dass der Unterricht bilingual auf Spanisch und Deutsch stattfindet. Den Aufenthalt in Osnabrück genießen die drei sehr. „Ich bin froh, dass wir diese unglaubliche Erfahrung machen dürfen“, sagte Nicolás Ojeda.