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Finanzielle Bedenken im Ausschuss Teurer Haseuferweg wird doch gebaut

Von Rainer Lahmann-Lammert | 18.07.2014, 19:16 Uhr

890000 Euro für die Verlängerung des Haseuferweges nach Osten – kann sich die Stadt eine solche Geldausgabe noch leisten? Diese von der CDU aufgeworfene Frage beschäftigte auch den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Am Ende mochte aber niemand das Projekt stoppen. Noch in diesem Jahr soll weiter gebaut werden.

Bis zur Schellenbergbrücke ist der Haseuferweg seit Langem fertig. Mit der Verlängerung bis zum Seilerweg würde die entscheidende Lücke geschlossen, erklärte Stadtbaurat Frank Otte in der Ausschusssitzung. Denn damit bestehe eine durchgehende Verbindung über Voxtrup nach Bissendorf. Damit werde der Haseuferweg für viele Berufspendler interessant, die jetzt noch einen Umweg über die Mindener Straße nehmen müssten und deshalb vielleicht das Auto bevorzugten.

Die Finanzprobleme seien ihm natürlich bewusst, räumte Otte ein. Aber bei der Abwägung sei zu bedenken, dass mit dem Lückenschluss auch ein großer Nutzen verbunden sei.

Ratsherr Heiko Panzer (SPD) sprach sich ebenfalls für die Realisierung aus, weil es um einen weiteren Baustein für den Klimaschutz gehe. Volker Bajus (Grüne) erklärte, dass der Haseuferweg eine wichtige Funktion für den Berufsverkehr habe, weil ihn viele Pendler auf dem Weg in die Stadt nutzten.

Bedenken äußerte Ratsfrau Katharina Pötter (CDU). Angesichts der Finanzlage sei die Investition nicht verantwortbar. FDP und UWG schlossen sich dieser Argumentation an. Die Gegner des Ausbaus verzichteten aber darauf, einen Antrag gegen die Verlängerung des Haseuferweges zu stellen. Damit bleibt es bei der Beschlusslage.

Die hohen Kosten ergeben sich aus dem Umstand, dass der Radweg auf seinem östlichen Abschnitt die Bahngleise unterqueren muss.