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Finale vor dem Generationenwechsel Laubenlust und Gartenglück auf Schloss Ippenburg

Von Kerstin Balks, Kerstin Balks | 12.06.2016, 11:00 Uhr

Rosen, Datschen, Schlemmergarten – zum letzten Festival „Gartenlust und Landvergnügen“ unter ihrer Regie präsentiert Viktoria von dem Bussche noch einmal die ganze Fülle des Ippenburger Gartensommers.

Was es auf Ippenburg so alles gibt! Ableger des dänischen Königshauses – oder wenigstens von dessen Geranien –, Kartoffeln für den Balkon, ganzjähriger Rhabarber, essbare Dahlien... Und, jetzt im Juni, Rosen, Rosen, Rosen. Egal ob am Wegesrand, in David Austins Rosengarten oder im Rosarium 2000+, das in diesem Jahr zum letzten Mal im Park von Ippenburg bewundert werden kann, bevor es zur kommenden Landesgartenschau im Park von Iburg eine neue Heimat findet.

Ein Stück vom Glück

Das Sommerfestival auf Ippenburg steht in diesem Jahr unter dem Motto „Ein Stück vom Glück“. Nicht nur, dass Festivalbesucher bestimmt zahlreiche beglückende Momente der Muße und des Staunens erleben werden, auch geben die aktuellen Schaugärten wieder, wie vielfältig Gartenglück sein kann. So etwa in der neuen Datschenkolonie. Hier wird gezeigt, was aus einem Standard-Gartenhaus, Typ „Wilmersdorf“, entstehen kann: eine russische Datscha, eine Dichterlaube, ein Ökohaus, ein akkurater Vorzeigegarten oder ein buntes karibisches Chattel House. Oder in der Zwergen-Kolonie – auch wenn der Deutschen liebste Gartendeko nicht von allen als beglückend empfunden werden mag. Kinder dürften ihr Glück in der Kinder-Gartenkolonie finden, beim Spiel im Sand, beim Floßbauen oder auf der Schaukel, zwischen Gräsern und Hecken, beim Kanufahren und Ponyreiten. Und welche Geschichte stünde mehr für die Suche nach dem Glück als Janoschs „Oh, wie schön ist Panama!“? Auf Ippenburg wird sie bunt, üppig und hintersinnig in Szene gesetzt – inklusive Briefkasten und reihenweise Aktenordnern...

Ein Ort des Wandels

Ihr persönliches Gartenglück findet Viktoria von dem Bussche indes im Küchengarten, der inzwischen 5000 Quadratmeter innerhalb der acht Hektar großen Ausstellungsfläche ausmacht. Hier gedeihen Feigen, Pfirsiche, Beeren und Wein, hier lugen zwischen Bronzefenchel die ersten Artischocken hervor, summen die Schlossbienen über Mohn- und Bohnenblüten. Ein Ort der prächtigsten Kulturen und des Versprechens auf Ernteglück. Und ein Ort des Wandels und damit ganz nach dem Geschmack von Viktoria von dem Bussche. „Ich liebe den Wandel und habe deshalb auch Lust, wieder mit etwas Neuem zu beginnen“, bekennt sie freimütig. 20 Jahre Ippenburger Gartenfestivals habe sie intensiv genossen – „vor allem das Gefühl und das Wissen, meine Kreativität ausleben zu können und mit unserer Crew immer wieder Neues zu schaffen.“

Ein neues Buch

Und auch nach dem Sommerfest wird sie wieder Neues schaffen: Zum einen stehen am 6. und 7. August noch das kleine Fest im Küchengarten und am 24. und 25. September der herbstliche Ausklang mit Kürbisfest auf dem Programm, zum anderen wird sie sich danach einem Buchprojekt widmen, das ihr schon länger am Herzen liegt. „Paradies – oder?“, so der Arbeitstitel, untersucht die verschiedensten Stile und Bedeutungen, die Menschen mit Gärten verbinden bzw. darin ausleben. „Nun aber wird es erst einmal ein großartiges Finale vor dem Generationenwechsel 2017 geben, mit 200 Ausstellern und einem Füllhorn an Ideen und Vergnügungen,“ verspricht Viktoria von dem Bussche. – Info: Gartenlust und Landvergnügen auf Schloss Ippenburg von Freitag, 17. Juni, bis Sonntag, 19 Juni, täglich von 11 bis 18 Uhr; Tagesticket: 15 Euro pro Person, für Gruppen ab 10 Personen: Gruppenticket: 13,50 Euro / 11 Euro (Frühbucher) pro Person; Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt.