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Familienbund wendet sich an Abgeordnete Gegen Ausweitung der Ladenöffnung am Sonntag

Von PM. | 14.09.2011, 12:34 Uhr

Der Familienbund der Katholiken im Bistum Osnabrück wendet sich in einem Brief an die Landtagsabgeordneten des westlichen Niedersachsens gegen eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen.

Der Verband reagiert damit auf den Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU und FDP zur Änderung des Niedersächsischen Gesetzes über Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten. Demnach ist vorgesehen, auch größeren Märkten, die Blumen und Pflanzen verkaufen, die Öffnung an Sonn- und Feiertagen zu ermöglichen.

Die Vorsitzende des Familienbundes, Monika Bögelmann: „Die Begründung des Gesetzentwurfs ist für uns nicht nachvollziehbar.“ Darin heiße es, der Bedarf an Blumen an Sonn- und Feiertagen könne nicht allein von kleinen floristisch geprägten Läden gedeckt werden. Aus Sicht des Familienbundes verbirgt sich hinter dem Gesetzentwurf die Absicht, vor allem größeren Gartencentern zusätzliche Öffnungszeiten zu ermöglichen.

Sowohl die Mitgliederversammlung als auch der Vorstand des Familienbundes hätten sich ausdrücklich für den Schutz des Sonntags ausgesprochen. Umso irritierender erscheine der Gesetzentwurf. Der Familienbund fordert die Mitglieder des Landtags auf, den im Grundgesetz verankerten Schutz für den freien Sonntag zu wahren. Weiter heißt es im Brief an die Abgeordneten: „Die Beschäftigung von Arbeitnehmern an Sonn- und Feiertagen muss auf die notwendigen Aufgaben beschränkt werden, um die Grundlagen gesellschaftlichen Zusammenlebens, ehrenamtlichen Engagements und religiöser Betätigung nicht noch weiter einzuschränken.“

Im Bistum Osnabrück bündelt der Familienbund die familienpolitischen Positionen von rund 80000 Mitgliedern.