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Falschparker-Aktionswoche 2018 Fahrradaktivisten kämpfen gegen Falschparker auch in Osnabrück

Von Lena Fischer | 05.06.2018, 18:23 Uhr

Ein Fahrstreifen am Johannistorwall wird mit einem Fahrrad versperrt: Mit dieser Aktion beteiligten sich die drei Fahrradaktivisten Daniel Doerk, Ben Seebode und Christoph Drepper an einer bundesweiten Aktionswoche gegen Falschparker.

Ziel der bundesweit ersten Falschparker-Aktionswoche war es, die Autofahrer für die Problematik zu sensibilisieren und ihr Fehlverhalten zu verdeutlichen. Der ökologische Verkehrsclub VCD und die Initiative Clevere Städte hatten dazu aufgerufen, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen, die von Falschparkern ausgeht. Doerk, Seebode und Drepper wollen auf das Problem aufmerksam machen, das auch auf Osnabrücks Straßen präsent ist. Viele Autofahrer würden sich auf den Radweg stellen, um „mal schnell“ in einem Geschäft einzukaufen, so Doerk. „Das ist gefährlich für die Radfahrer, da sie auf die Fahrbahn ausweichen müssen.“ Mit einem Schild mit der Aufschrift „Auch ‚nur kurz‘ was rausholen“ kritisieren sie genau dieses Verhalten.

Problematik wird ignoriert

Falschparker-Schwerpunkt ist nach den Erfahrnungen der Radaktivisten der Johannistorwall. Nach kurzer Zeit wurden sie fündig: Ein geparktes Auto versperrte die Hälfte des Radweges. Die Fahrradaktivisten drehten den Spieß um und stellten ihr Fahrrad kurzerhand auf der Fahrbahn ab. Auch am Pottgraben hinderte ein Falschparker Radfahrer an der Benutzung des Fahrradweges. Mit Pylonen wurde ein „neuer“ Radweg um das Auto herum ausgewiesen. Die von Falschparkern ausgehende Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer werde oft unterschätzt, sagt Doerk: „Man muss deutlich gegen Falschparker vorgehen.“