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Erster Preis: Geschwister Rees Geschwister erzählen vom „Jugend-musziert“-Erfolg

Von Jan Kampmeier | 06.07.2014, 20:05 Uhr

Sophie Charlotte und Leonard Rees überzeugen die Jury beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert. Das Ergebnis: Maximale Punktzahl, erster Preis.

Für den jungen Cellisten Leonard Rees ist es inzwischen Standard, beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ siegreich abzuschneiden. Eine Premiere hingegen war der erste Preis mit maximaler Punktzahl für seine kleine Schwester Sophie Charlotte. Die spielt ebenfalls Cello, und als Duo überzeugten sie beim Finale in Braunschweig und Wolfenbüttel die Jury und erhielten sogar noch einen mit 5000 Euro dotierten Sonderpreis der Sparkasse.

„Das ist ein Preis für Familienensembles, die sie für besonders förderungswürdig halten“, sagt Sophie Rees, für die das Finale ein aufregendes Erlebnis gewesen sein muss. „Ich war beeindruckt, wie hoch das Niveau dort war. Aber man hat untereinander keine Konkurrenz gespürt, da waren wirklich alle supernett – und auch die Jury. Das hat wirklich Spaß gemacht!“ Ein bisschen überrascht waren die Geschwister aus Georgsmarienhütte selbst über ihren Erfolg. Leonard Rees erklärt: „Wir haben ja vorher nie so richtig als Duo zusammengespielt, und dafür sind wir verdammt weit gekommen. Wir haben einen richtig, richtig guten Tag erwischt, aber dass es ein erster Preis geworden ist, hat uns auch aus den Socken gehauen.“ Die beiden wurden allerdings von ihren Lehrern intensiv vorbereitet. Das Programm für den Wettbewerb hat Sophies Lehrer vorgeschlagen, Prof. Matias de Oliveira Pinto aus Münster. Vor den drei Wettbewerbsetappen hat er und auch Leonards ehemalige Lehrerin Katharina Deserno dem Duo den letzten Schliff gegeben.

Und schließlich war auch die erste Lehrerin der Geschwister mit von der Partie. Christiane Gleisner von der Osnabrücker Musikakademie Remelé hat bei den beiden jungen Talenten die Grundlagen gelegt und sie auch jetzt zum Bundeswettbewerb begleitet.

„Hier im Landkreis Osnabrück hätte ich keine bessere Lehrerin finden können“, so Leonard Rees. Es gibt insgesamt vier Rees-Geschwister, die bei Christiane Gleisner Cello gelernt haben. Sophie erklärt: „Sie ist einfach wirklich eine super Lehrerin. Als unsere erste Schwester bei ihr angefangen hat, wurden Leo und ich auch begeistert und wollten auch Cello lernen.“

Sophie Rees hat sich noch nicht entschieden, ob sie versuchen soll, ihr Hobby zum Beruf zu machen, doch dafür hat die 14-Jährige ja auch noch ein paar Jahre Zeit. Ihr 16-jähriger Bruder Leonard macht nächstes Jahr sein Abitur und will danach das reguläre Cello-Studium beginnen. Beide Geschwister spielen trotz aller Erfolge gerne in regionalen Ensembles mit, etwa noch kurz vor dem Wettbewerb bei der Jungen Philharmonie Osnabrück oder im Schulorchester am Gymnasium in Georgsmarienhütte. Leonard Rees: „Es ist doch toll, dass es immer noch ein Schulorchester gibt!“.