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Erste-Hilfe-Vorführung in Osnabrück „Staying Alive“: Reanimation am besten im Takt der Bee Gees

Von Robert Schäfer | 24.04.2016, 16:19 Uhr

Am Samstagvormittag zeigten Teilnehmerinnen der Weiterbildungskurses Intensivmedizin des Bildungszentrums St. Hildegard am Neumarkt korrekte Maßnahmen zur Reanimation und Erster Hilfe.

Der Takt ist einprägsam, der Text passt perfekt zum Thema: „Staying Alive“ von den Bee Gees ist der ideale Soundtrack für eine Wiederbelebung. „120 Schläge pro Minute, genau in diesem Rhythmus muss die Herzmassage durchgeführt werden“, erklärt Ansgar Rotert, Fachbereichsleiter in der Fachweiterbildung Intensiv und Anästhesie des Bildungszentrums St. Hildegard.

 Das wissen dem Fachmann zufolge viel zu wenige Menschen. „In Deutschland haben wir eine Erste-Hilfe-Quote von etwa 20 Prozent. In den skandinavischen Ländern hingegen beherrschen bis zu 70 Prozent der Bürger die nötigen Maßnahmen.“

Wissen immer wieder auffrischen

Gemeinsam mit Teilnehmerinnen des aktuellen Weiterbildungskurses war Rotert am Samstag vor der Neumarkt-Apotheke im Einsatz, um die Besucher der Innenstadt an die Wichtigkeit der Notfallhilfe zu erinnern. „Die meisten Fälle, bei denen Erste Hilfe gebraucht wird, finden zuhause statt“, meint Rotert. Folglich sei es besonders wichtig, das Wissen regelmäßig aufzufrischen.

Gerade die ersten Minuten seien die entscheidenden. „Bereits nach fünf Minuten ohne Sauerstoff beginnen die Hirnzellen abzusterben“, gibt Rotert zu bedenken. Der Notarzt brauche aber in Osnabrück durchschnittlich sieben Minuten. Rotert rät deshalb dazu, regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse zu besuchen.