Ein Artikel der Redaktion Neue Osnabrücker ZeitungLogo Neue Osnabrücker Zeitung

Elektrisch betrieben Neuer Dienstwagen fürs Museum am Schölerberg

Von Markus Strothmann, Markus Strothmann | 28.02.2017, 18:18 Uhr

Unterstützt durch eine Vielzahl von Sponsoren hat das Museum am Schölerberg ein elektrisch betriebenes Fahrzeug angeschafft für den Einsatz in unterschiedlichen Arbeitsbereichen. Jetzt wurde der neue Dienstwagen vorgestellt.

„Es war gar nicht so einfach, den Wagen unbeschadet hier rein zu manövrieren“, so Museumsleiter Norbert Niedernostheide, „zwei Leute haben links und rechts geguckt, mit ungefähr 1000 Mal vor- und zurückfahren hat es dann geklappt. Ein Kratzer noch vor der Präsentation, das hätte nicht so gut ausgesehen.“

Das Auto schaffte es dann ohne Kratzer in den großen Konferenzraum „unter.bau“ des Museums und zwischen die Bilder der aktuellen Fotoausstellung „Naturlicht“. Die Vertreter der Sponsoren nahmen es genau unter die Lupe, warfen Kontrollblicke auf ihre Firmenlogos und ins Innere des Wagens. Norbert Niedernostheide hat schon eine Testfahrt gemacht: „Fährt sich super. Ich habe gleich überlegt, ob so ein Auto für den Alltag nicht ausreichen würde.“ Mit einer Akkuladung schafft es ungefähr 100 Kilometer; für den privaten Gebrauch ausreichend, wenn man stadtnah wohnt, und: „Die Anlage ist auch gut.“

Für Transporte und Termine

Für das Museum kommt das Auto zum Einsatz als Dienstwagen vorwiegend für das Umweltbildungszentrum. Das andere Fahrzeug, das „Umweltmobil Grashüpfer“, ist meist ausgebucht und außerdem ein Crafter, den man nicht für jeden kleinen Transport braucht. Als Beispiel für mögliches Transportgut stand bei der Vorstellung ein Showbrutkasten des Museums im Konferenzraum, darin Küken. Unter anderem in Schulen können Betrachter beobachten, wie langsam „normale“ Küken eigentlich wachsen – etwa mit Blick auf Industrie-Hähnchen, die wenige Wochen nach dem Schlüpfen schlachtreif zu sein haben. Der Kasten passt bequem in den Kofferraum. „Dafür brauchen sie eben keinen 3,5-Tonner“, so Norbert Niedernostheide.

„Zukunftsgerechte Lösung“

Der Osnabrücker Kulturdezernent Wolfgang Beckermann lobte die Anschaffung des Elektroautos als „gute, zukunftsgerechte Lösung.“ Die Wahl sei besonders sinnvoll in Anbetracht der hohen Abgasbelastung in Osnabrück. Angesprochen auf die Emissionsfreiheit räumte Niedernostheide ein, das Auto selbst sei zwar emissionsfrei – es hinterlässt keine Abgase -, für den Ladestrom gelte das allerdings nur bedingt. „Wir haben zwar eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Museums, aber im Winter reicht die nicht aus.“ Im günstigsten Fall werde geladen mit Strom aus regenerativer Erzeugung.