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Ein Zeichen des Dankes Osnabrücker Landrat verleiht Ehrenamtskarten an Bürger

Von Joachim Dierks | 10.12.2015, 11:58 Uhr

„Sie sind uns Gold wert“, lobte Landrat Michael Lübbersmann 79 langjährig aktive Ehrenamtler aus dem Landkreis in der ehemaligen Martinuskirche zu Hagen und verlieh ihnen die Goldene Ehrenamtskarte. „Ohne Sie würde in vielen Bereichen das Licht ausgehen – bitte lassen Sie nicht nach in Ihrem vorbildlichen Wirken“, bat er die ausgezeichneten Mitbürger.

Die Feier mit schönen Worten, festlicher Musik und anschließendem Buffet könne und solle die ehrenamtlichen Leistungen keinesfalls aufwiegen, sei aber bitte als Zeichen des Dankes und der öffentlichen Wertschätzung zu verstehen. „Denn Eines darf nicht passieren: dass Ihr Tun als selbstverständlich angesehen wird und man dabei zur Tagesordnung übergeht“, so der Landrat.

Hagener Wahrzeichen

Zuvor hatte als „Hausherr“ auch Hagens Bürgermeister Peter Gausmann den Ehrenamtlern gedanklich den Roten Teppich ausgerollt und das älteste Gebäude und Wahrzeichen der Gemeinde als bestgeeigneten Ort für die Ehrung bezeichnet. Und das nicht nur wegen der prächtigen Architektur des Raumes, sondern auch, weil es engagierte Ehrenamtler seien, die sich für den Erhalt dieses kulturhistorischen Gebäudes einsetzten und den „Trägerverein zur Erhaltung der ehemaligen Kirche“ gründeten.

Seit 40 Jahren Nikolaus

Mit „heftigem Stolz“ registrierte Gausmann, dass allein 33 Hagener unter den 79 Ausgezeichneten seien, darunter der „echte Nikolaus“ Johannes Blömer, der seit 40 Jahren in dieser Rolle die Hagener Kinder beglücke. Weiterhin gaben Johannes Bensmann (Klavier), Charlotte Brandebusemeyer (Violine), Hannah Altevogt (Klavier/Gesang) und Sofie Naber (Gesang) hervorragende Visitenkarten für die hochklassige Arbeit der Jugendmusikschule Hagen ab.

Fahnenträger im Wallfahrtsverein

Ehrenamtliches Engagement zieht sich durch alle Generationen, denn zur Ehrung waren Männer und Frauen zwischen 18 und 80 Jahren eingeladen, die sich im sozialen Bereich, in Sportvereinen, in Kirchengemeinden, Büchereien, bei Rettungsdiensten, im kulturellen Bereich, in Selbsthilfegruppen und bei der Betreuung von hilfsbedürftigen Menschen engagieren. Der Fahnenträger im Wallfahrtsverein ist genauso darunter wie die Kochfrau im Messdiener-Zeltlager, der gesetzliche Betreuer oder die Kommunionshelferin.

Vergünstigungen mit Ehrenamtskarte

Inhaber der nicht übertragbaren Niedersächsischen Ehrenamtskarte erhalten bei vielen öffentlichen Einrichtungen, aber auch bei privaten Unternehmen Vergünstigungen. Die Verleihung setzt voraus, dass man seit mindestens drei Jahren im Schnitt fünf Wochenstunden für das Ehrenamt im Einsatz ist. Weitere Informationen gibt das Büro für Selbsthilfe und Ehrenamt des Landkreises Osnabrück, Telefon 0541/501-3127 oder das Internet unter www.ehrenamtskarte.lkos.de. Als Dreingabe betätigte sich der Landrat auch diesmal wieder als Glücksfee und verloste fünf Tankgutscheine als wenigstens punktuelle Entschädigung dafür, dass privat anfallende Spritkosten meistens nicht erstattet werden.