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Ein Stimme voll Liebe und Wut Pippo Pollina im Haus der Jugend

30.09.2011, 11:53 Uhr

Leise betreten Pippo Pollina und Roberto Petroli die Bühne im Haus der Jugend. Der eine nimmt Platz hinter dem Klavier, der andere greift zum Sopransaxofon. Es ist ein schlichter Auftakt zu einem grandiosen Konzert.

Mit dem Programm „Über die Grenzen trägt uns ein Lied“ tourt der sizilianische Liedermacher durch Europa. Die Zeile stammt aus „Terra“, einem Stück, das er auch mit dem Sänger Konstantin Wecker aufgeführt hat, wie ein Film an der Rückseite der Bühne zeigt.

Live führt Pollina die Musik weiter, während ihn Petroli kongenial begleitet. Der direkte Vergleich zeigt, wie sehr sich der Sizilianer musikalisch und stimmlich entwickelt hat.

Nicht nur in Filmsequenzen, auch mit Lesungen aus seiner Biografie wirft Pollina einen Blick auf sein Leben, das in Palermo begann, wo er ab 1979 mit der Gruppe Agricantus erste Konzerterfahrungen sammelte.

Was in der Biografie angenehm unausgesprochen bleibt, drückt Pippo Pollina in seinen Liedern aus. Die sind getragen von einer Stimme, die ahnen lässt, welche Wut, welche Sehnsucht und welche Liebe in dem Musiker stecken. Das ist auch für Menschen zu verstehen, die kein Italienisch sprechen. Und so wird auch dadurch der Titel der Tour zum Programm.