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Diskussion der Stadtplaner Kaserne in Osnabrück: Jury-Entscheidung verschoben

Von Michael Schwager | 06.11.2013, 15:25 Uhr

Die Entscheidung für einen Entwurf für das Gelände der ehemaligen Landwehrkaserne in Atter scheint schwierig zu sein. Kurzfristig ist die Bekanntgabe der Juryentscheidung soeben um 90 Minuten auf 16 Uhr verschoben worden.

Am Dienstagabend waren die sieben Entwürfe für die rund 40 Hektar große Fläche interessierten Bürgern vorgestellt worden. Diese Arbeiten waren von der Jury aus 24 eingereichten Vorschlägen als vertiefungswürdig vorausgewählt worden. Eine gute Einbindung des neuen Quartiers auf dem Gelände der ehemaligen Landwehr-Kaserne – das ist es, was sich die Anwohner der umliegenden Stadtteile von den Planern wünschen.

Eindeutige Präferenzen für einen der sieben Entwürfe äußerten die Anwesenden nicht . Neben vielen Übergängen in bestehende Wohngebiete wünschten sich die Bürger auch einen weiteren Bahnübergang Richtung Lotte, um Einkaufsmöglichkeiten und Arztpraxen dort leichter erreichen zu können.

Annette Niemann vom Bürgerverein Atter mahnte eine Begrenzung der Bauhöhe an. Die Erfahrungen in Attterfeld hätten gezeigt, dass zu hohe Mehrfamilienhäusern am Ende zu sozialen Brennpunkten führten. Das müsse im neuen Wohngebiet auf jeden Fall vermieden werden. Eine weitere Forderung: eine ausreichende Zahl geeigneter Spielplätze müsse sichergestellt sein. Einige weitere Anregungen, die die Teilnehmer der Infoveranstaltung der Jury mit auf den Weg gaben: eine gute Radwegeverbindung vom neuen Wohngebiet zum Schulzentrum Eversburg, eine möglichst geringe Belastung der derzeitigen Anwohner durch die Erschließungsarbeiten und eine Planung, die den Bau bezahlbarer Häuser ermöglicht. Ein Vorschlag des Bürgervereins Atter wurde von den Planern gerne aufgenommen: Nach dem Wachmann Günter Kittelmann, der 1989 bei einem IRA-Anschlag auf die Kaserne Schlimmeres verhindert hatte, soll ein Platz oder eine Straße in Neubaugebiet benannt werden