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Die Verantwortung für das Essen Junge Lebensmitteltechniker aus Osnabrück

Von Frederik Theiling, Frederik Theiling | 27.12.2016, 21:28 Uhr

38 Lebensmitteltechniker und vier Maschinenführer-Lebensmitteltechnik haben in der Osnabrücker Lagerhalle ihre Zeugnisse erhalten. Doch was verbirgt sich hinter dieser Berufsbezeichnung?

Für die breite Öffentlichkeit ist der Beruf des Lebensmitteltechnikers häufig nicht präsent. Dennoch begegnet man den Arbeiten eines Lebensmitteltechnikers wahrscheinlich fast täglich. „Lebensmitteltechniker haben große Verantwortung. Der Kunde darf nie Schaden nehmen“, sagt die Vorsitzende des Prüfungsausschusses Ilka Höllmer. „Egal ob es zum Beispiel um Gewürze oder Essen im Allgemeinen geht. Lebensmitteltechniker können überall tätig sein, wo es um Lebensmittel geht.“

Dabei müssen die Lebensmitteltechniker eine umfangreiche Ausbildung absolvieren. „Es geht los auf der schulischen Seite mit dem Lernen des Umgangs mit Lebensmitteln, der Verarbeitung und die Weiterverarbeitung. Außerdem lernen sie Technologien und Verfahrenstechnologien“, erläutert Prüfungsausschussvorsitzende Höllmer. „Im Praxisteil lernen sie dann viel über die Produktion bis zum Endprodukt.“

Karin Höptner von der Industrie- und Handelskammer ist besonders stolz auf die Entwicklung, die bei den Absolventen sichtbar geworden sei. „Die machen die reinste Wandlung durch“, sagt sie. Einer, der eine solche Wandlung durchgemacht hat, ist Georg Ken. „Zum Anfang der Ausbildung war ich erst skeptisch und dann habe dann zum Ende hin erst so richtig gemerkt, dass das was für mich ist“, berichtet er. „Was mir besonders gefällt, ist der Fokus auf Mathe, Mikrobiologie – und dass man auf die Details achtet.“ Er will nach seiner Ausbildung an der Fachhochschule studieren. „Ich möchte Wissenschaftsingenieur für Lebensmittelproduktion studieren. Für mich ist es wichtig, da es dabei um Qualitätssicherung geht“, stellt Ken heraus. „Wenn man damit fertig ist, kann man sich zum Beispiel mit Rohstoffbeschaffung, Produktentwicklung oder auch Marketing beschäftigen. Die Möglichkeiten will ich mir offenhalten.“

Ilka Höllmer ermutigt die Absolventen: „Sie haben mit ihrer Ausbildung einen Meilenstein erreicht und wissen, welche Verantwortung sie tragen. Bleiben sie neugierig, offen und mutig.“