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Deutliches Minus FMO verliert 2013 mehr als 150.000 Passagiere

Von Alexander Klay | 28.01.2014, 17:51 Uhr

Das Jahr 2013 endete für den Flughafen Münster/Osnabrück mit einem deutlichen Minus. Mit insgesamt 853.900 Passagieren liegt der Rückgang bei 16,4 Prozent – nur der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden hat im bundesweiten Vergleich zuletzt mehr Passagiere verloren. Vor einem Jahr nutzten noch mehr als eine Million Menschen den FMO. Das geht aus der am Dienstag vorgelegten Jahresbilanz der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Flughäfen (ADV) hervor.

Ursprünglich hatte der FMO mit einem Rückgang von etwa 20 Prozent gerechnet. Neben der Insolvenz der Fluggesellschaft OLT Express vor einem Jahr machte dem Flughafen auch das Sparprogramm von Air Berlin zu schaffen; Folge waren etliche Lücken im Flugplan. "Nach diesen beiden Ereignissen war das Jahr nicht mehr zu retten", sagte Flughafen-Sprecher Andrés Heinemann unserer Zeitung. Dafür, dass es unterm Strich doch etwas besser lief als erwartet, hätten zusätzliche Ryanair-Flüge und steigende Touristenzahlen im Herbst gesorgt.

Bundesweit zählten die Flughäfen 2013 etwas mehr Passagiere als im Vorjahr. Laut Flughafenverband ADV stieg die Zahl der Fluggäste um 0,5 Prozent auf 202,5 Millionen – ein neuer Höchststand. Der europaweite Verkehr legte um 2,5 Prozent leicht zu. Innerdeutsche Verbindungen wurden weniger häufig genutzt: Hier gab es einen Rückgang um 3,6 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen die Flughäfen mit einem Passagierplus von 2,2 Prozent, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel am Dienstag.

Ein deutlich stärkeres Plus wird unterdessen am Flughafen Münster/Osnabrück erwartet. "Die Entwicklung wird deutlich über dem Branchenschnitt liegen", sagte Heinemann. Im Touristik-Bereich will TUI das Angebot um 30 Prozent ausweiten, Turkish Airlines nimmt Greven im Sommer in den Flugplan auf. Derzeit würden letzte Absprachen über den Umfang des Angebots getroffen.

Bereits angelaufen sind neue Verbindungen der niederländischen Fluggesellschaft AIS nach Stuttgart und Zürich. "Darauf wollen wir aufbauen", sagte Heinemann. Er zeigt sich optimistisch: In den nächsten drei bis vier Jahren werde der Flughafen zu alter Stärke zurückkehren. Hilfreich sei dabei, dass nicht mehr eine Airline dominierend sei, sondern mittlerweile zahlreiche Gesellschaften am FMO vertreten sind.

Im Jahr 2012 lag die Zahl der Passagiere noch bei 1,03 Millionen. Der bisherige Höchststand wurde mit 1,8 Millionen im Jahr 2000 erreicht.

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