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Demo vor dem Rathaus Angebliche Vergewaltigung: Hunderte Demonstranten in Osnabrück

24.01.2016, 16:16 Uhr

Vor dem Rathaus in Osnabrück haben mehrere Hundert Menschen demonstriert. Ihr Anliegen: Sie fordern Aufklärung im Fall eines 13-jährigen Mädchens aus Berlin, das angeblich vergewaltigt worden sein soll.

 Von Nico Buchholz und Christian Lang 

Die Versammlung stand unter dem Titel: „Wir fordern Aufklärung im Fall des 13-jährigen Mädchens aus Berlin.“ Das Motto bezieht sich auf angebliche Geschehnisse aus der Hauptstadt: Demnach sollen Flüchtlinge die 13-Jährige vergewaltigt haben. Die Polizei in Berlin bestreitet jedoch, dass es eine Entführung oder einen Missbrauch gegeben hat. Russische Medien hatten hingegen ausführlich über die angeblichen Verbrechen berichtet.

Angst um die Kinder

Angst stand bei der Demo im Vordergrund, bei der mehrere Hundert Menschen teilgenommen haben. „Finger weg von unseren Kindern“, stand beispielsweise auf einem Plakat. Für die Demonstranten stand trotz Dementi der Berliner Polizei fest, dass das 13-jährige Mädchen von Flüchtlingen vergewaltigt wurde. Vorfälle wie dieser und die Ereignisse aus Köln hätten das Vertrauen der Bevölkerung in Politik, Polizei und Medien unwiderruflich untergraben, betonte ein Teilnehmer. Regierung und Presse würden Straftaten von Asylbewerbern stets verschweigen, hieß es weiter. „Wir haben doch nur Angst um unsere Kinder. Und wenn man etwas gegen Flüchtlinge sagt, wird man gleich als Nazi beschimpft“, so eine Teilnehmerin.

Flüchtlingspolitik gescheitert

Die angebliche Vergewaltigung aus Berlin diente den Teilnehmern als Beweis dafür, dass Angela Merkels Flüchtlingspolitik gescheitert ist. „Man muss doch nur die Augen aufmachen. Dann sieht man, dass die Multi-Kulti-Politik verfehlt ist“, so ein Demonstrant. Einige Teilnehmer berichteten, dass sie selbst Straftaten von Flüchtlingen miterlebt hätten – mal sei Essen gestohlen, mal sei ein Kind auf dem Weg zur Schule von Asylbewerbern angesprochen worden. „Nicht jeder Moslem ist ein Gewalttäter, aber die meisten Gewalttäter sind Moslems“, sagte ein Demonstrant.

Härtere Gesetze und Obergrenze verlangt

Zahlreiche Teilnehmer der Demo haben selbst eine Migrationsvergangenheit, sie und ihre Familien hätten früher aber erkannt, dass man sich an die Gesetze und Bräuche des neuen Landes anpassen müsse. Die Flüchtlinge würden dies dagegen nicht machen, hieß es. „Die Flüchtlinge denken doch, sie können machen, was sie wollen“, so ein Teilnehmer. Härtere Gesetze und eine Obergrenze seien notwendig , um den Flüchtlingsstrom zu begrenzen.

In den kommenden Wochen soll es weitere Demos gehen, sickerte es während der Veranstaltung durch, die nach Auskunft der Polizei friedlich verlief.

 Eine ähnliche Demonstration hat es am Sonntag in Delmenhorst gegeben >>