Ein Artikel der Redaktion

Cotton, Wallace, Karl May Pulp Fiction – made in Germany

Von Tobias Sunderdiek | 21.10.2011, 09:49 Uhr

Ob Schlagerfilm, Paukerklamotte oder Lederhosengaudi – das Nachkriegskino wurde oft als „Papas Kino“ geschmäht. Meistens mit Recht. Doch wenn es um Karl May, Edgar Wallace, „Mabuse“, „Kommissar X“ oder auch „Jerry Cotten“ geht, sind sich die meisten einig: Kult. Verdientermaßen. Höchste Zeit also, sich auch mal mit Harald Reinl zu beschäftigen, jenem Regisseur, der in all diesen Serien zu Hause war. Ein neues Filmbuch bietet erstmals einen reich illustrierten Überblick über sein Schaffen, von den ersten Heimat- und Landserfilmen über „Winnetou“ und dem „Frosch mit der Maske“ bis hin zum Spätwerk, etwa der Oscar-nominierten Van-Däniken-„Doku“ „Erinnerungen an die Zukunft“ (1970). Auch seine Ehe mit Karin Dor, Star vieler seiner Filme, wird geschildert, ebenso wie die Umstände seiner Ermordung. Auch bei einem eher als Fanbuch angelegten Werk wären die teils ungenauen Daten und die laxe Art der Zitate allerdings vermeidbar gewesen. („Reinl, der Regisseur, der Winnetou, Edgar Wallace und die Nibelungen ins Kino brachte“, Hrsg. v. Pöschl/Trescher/Weber. Reinhard-Weber-Verlag, 190 S., 26 Euro.)

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