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Blue Note Johannes Eidt feierte seinen 80. Geburtstag

Von Tom Bullmann, Tom Bullmann | 26.06.2016, 19:02 Uhr

Zusammen mit seiner Familie, mit Freunden, Bekannten und Weggefährten beging der Osnabrücker Künstler und Bundesverdienstkreuzträger Johannes Eidt im Osnabrücker Blue Note seinen 80sten Geburtstag.

Ein ungewöhnlicher Mensch, der die Feierstunde zu seinem runden Geburtstag mit einem selbst gesungenen Lied einleitet: Das ist Johannes Eidt. Wer den Osnabrücker Künstler kennt, der insgesamt zehn Jahre in Japan lebte, der hat bestimmt auch mal eines seiner frech-süffisanten Lieder gehört, die er zur Gitarre vorträgt und gern bei Vernissagen und Poetry-Slams zum Besten gibt. „Die Sonne ist gelb“ singt er jetzt und fährt damit einem bestimmten Typus Kunstkritiker an den Karren.

Zirka 100 Besucher sind zu der Feierstunde ins Blue Note gekommen, die sein Biograf Wolfgang Hesse organisiert hat. Zahlreiche Freunde und Weggefährten beteiligen sich mit einer Rede und mit Glückwünschen an der Festivität. Als Vertreter der Stadt würdigt der Politiker Fritz Brickwedde Eidts Verdienste: „Er ist einer der wichtigsten und bekanntesten Künstler der Stadt und ein Vermittler zwischen den Welten“. Weil er so viel für die Verständigung zwischen Japan und Deutschland leistete, hatte der Jubilar 2012 vom damaligen Oberbürgermeister Boris Pistorius das Bundesverdienstkreuz überreicht bekommen.

In einem vergnüglichen Dialog erzählen Eidt und Hermann Vinke, ehemaliger ARD-Korrespondent in Tokio mit Wurzeln in der Region Osnabrück, über die Erfahrungen, die beide im Land der aufgehenden Sonne machten. Derweil bezeichnet ihn der Kunsthistoriker Klaus Dierßen, Bezug nehmend auf Eidts Bild „Landschaft mit zwei Vulkanen“, das man in der Artothek der Osnabrücker Kunsthalle ausleihen kann, mit einem Augenzwinkern als „erotischen Doppelvulkan“.