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Big Band der Ursulaschule Beim Konzert der Unicorns im Blue Note geht die Post ab

Von Jan Kampmeier | 16.06.2016, 14:57 Uhr

Die Unicorns sind die Big Band der Ursulaschule, und die spielte im Blue Note Standards wie Herbie Hancocks „Cantaloupe Island“ neben Filmtiteln etwa aus „Austin Powers“ und rockigen Nummern wie „Eye of the Tiger“.

Diese Big Band verdient den Namen wirklich: Mit insgesamt 31 Musikern traten die Unicorns im Blue Note an, darunter sechs Posaunen, sieben Trompeten und zwölf Saxophone. Die jungen Jazzer hatten mit ihrem Leiter, Referendar Daniel Troue, ein Programm vorbereitet, dass wohl allen Schülern Spaß machte – und somit auch den Zuhörern.

Auch einige Sängerinnen traten mit der Band auf. Zuerst wagte sich Johanna Bensmann ans Mikro und beeindruckte in der Ballade „From a Distance“ (Julie Gold) mit ausdrucksvollem Gesang. In schnelleren Titeln konnten die Unicorns mehr Energie freisetzen, zum Beispiel mit der Titelmelodie der Serie „The Simpsons“. Daniel Troue meinte: „Mal schauen, ob die Trompeten den ersten Akkord zustande kriegen.“

Es mag eine Anspielung auf die Proben gewesen sein, denn ansonsten traut der Leiter seinen Musikern offenbar alles zu. Das kann er auch, denn seine Band spielte rhythmisch knackig, und auch in vielen Soli zeigte sich das gute Niveau der jungen Musiker. Bei den Trompeten und Saxophonen gibt es mehrere Solisten, bei den Posaunen übernimmt regelmäßig Ferdinand Potthoff diese Aufgabe und meistert sie glänzend.

Auch eigene Kompositionen im Programm

Andere Schüler taten sich mit eigenen Kompositionen hervor wie Pianist Markus Petersen, der außerdem noch mit Drummer Tom Schmutte einen Titel aus dem Film „Iron Man“ für die Band arrangiert hat, bei dem, so Daniel Troue, „die Post abgeht.“ David Jansen wiederum, sonst am E-Bass, trat für „Chattanooga Choo Choo“ als Bandleader nach vorne.

Schließlich setzten die Unicorns zum Finale an. Stevie Wonders „Sir Duke“ hätten sie viel geprobt, meint Daniel Troue, dafür hatte der Titel jetzt aber auch richtig Schwung. Zuletzt trat noch einmal eine Solistin auf: Hanna Altevogt, die zuvor schon den James Bond-Titelsong „Skyfall“ interpretiert hatte, sang nun ebenso überzeugend „Music“ von John Miles („Music was my first love“).

Schließlich jagte in der Zugabe „Sing, Sing, Sing“, berühmt durch den legendären King of Swing Benny Goodman, ein Solo das nächste und noch einmal machten die Unicorns ordentlich Druck.

Die Unicorns treten nochmals auf am Freitag, 17. Juni 2016, um 19 Uhr im Alando Palais sowie am Sonntag, 19. Juni 2016, um 15 Uhr im Botanischen Garten.