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Bad geräumt Polizei sucht 14-jährige Retterin: Vierjährige musste im Osnabrücker Moskaubad reanimiert werden – Vater bedankt sich auf Facebook

Von Stefanie Adomeit | 27.07.2012, 18:18 Uhr

Ein vierjähriges Mädchen musste am Freitagabend nach einem Badeunfall im Moskaubad in Osnabrück reanimiert werden. Das bestätigte die Polizei auf Anfrage. Wie die Beamten in der Nacht zu Samstag mitteilten, soll eine 14-Jährige das Kind geborgen haben. Die Jugendliche wird dringend gebeten, sich zu melden. Der Vater des Mädchens bedankte sich bei den Helfern und Ärzten, die seiner Tochter das Leben retteten.

Der Schwimmmeister und der eintreffende Notarzt konnten das Kind wiederbeleben. Es gehe ihm seiner Kenntnis nach den Umständen entsprechend gut, erklärte Freitagabend kurz vor Redaktionsschluss Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer. Am Samstagmorgen sagte die Polizei auf Nachfrage, dass das Kind weiter untersucht werde. Mehr wollten die Beamten nicht mitteilen.

Das Mädchen war offenbar kurz vor 19 Uhr mit seiner etwas älteren Schwester im 60 Zentimeter tiefen Nichtschwimmerbecken gewesen. Der Schwimmmeister habe plötzlich eine große Unruhe am Becken bemerkt und das Kind gesehen, das bereits aus dem Wasser gezogen worden war, berichtete Hörmeyer.

Wie genau es zu dem Badeunfall kam, ermittelt zurzeit die Kriminalpolizei. Nähere Informationen über die Umstände des Unfalls konnte die Polizei deshalb noch nicht bekannt geben.

Wie Hörmeyer erklärte, habe der Schwimmmeister sofort mit der Reanimierung des kleinen Mädchens begonnen. Kurz darauf sei ihm ein Arzt zu Hilfe gekommen, der als Badegast im Moskaubad war. Er setzte die Reanimation fort, während der Schwimmmeister Defibrillator und Sauerstoffgerät geholt habe. Innerhalb weniger Minuten sei auch der Notarzt eingetroffen, der das Kind weiter behandelt habe. Noch im Schwimmbad sei es gelungen, das Mädchen wiederzubeleben. Danach wurde es in ein Krankenhaus gebracht.

Die Mutter des Kindes erlitt einen Schock und musste ebenfalls in eine Klinik gebracht werden. Das Moskaubad wurde für den Rettungseinsatz geräumt.

Auf der Facebook-Seite unserer Zeitung drückten etliche Leser ihr Mitgefühl aus und wünschten dem Mädchen gute Besserung. Vater und Cousin der vierjährigen bedankten sich daraufhin im sozialen Netzwerk für die schnelle Hilfe, die seiner Tochter zuteil wurde und das Mitgefühl der Leser. Sie berichten, dass die Kleine zurzeit schläft. Ärzte und Familie müssten erst die nächsten 48 Stunden abwarten, um ihren Gesundheitszustand genau beurteilen zu können.

Die Polizei sucht unterdessen immer noch nach der 14-Jährigen, die das Kind barg, soll sich bitte bei der Osnabrücker Polizei melden unter Tel. 0541/327-2115 oder 0541/327-3101.