Ein Artikel der Redaktion

Aufs Fahrrad für Kinder Weniger Stau in Osnabrück für den guten Zweck

Von Anne Sophie Köstner | 15.08.2017, 19:48 Uhr

Ein gemeinschaftliches Projekt von „Mobile Zukunft“ und terre des hommes soll die Osnabrücker animieren, auf Rad und Bus umzusteigen und damit gleichzeitig etwas für den guten Zweck zu tun.

„Wie weit würdest du gehen, um den Stau in Osnabrück zu reduzieren?“, ist die Frage, die terre des hommes und das Projekt „Mobile Zukunft – Osnabrück geht vor“ an die Osnabrücker richten. Ziel ist es, die Menschen aus den Autos auf die Fahrräder und in die Busse zu bringen. So bringt sich das Großprojekt „Mobile Zukunft“ in die Spendenaktion des Kinderhilfswerks terre des hommes ein. Beide wünschen sich, dass sich möglichst viele Osnabrücker an der Aktion beteiligen und sich so nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Umwelt engagieren. Bis Januar sollen 40571 Euro Spenden zusammenkommen.

Autos stehen lassen

In Osnabrück sind 81138 Autos angemeldet – und das bei nicht einmal 170 000 Einwohnern. Um das zu verändern müsse man etwas in den Köpfen ändern, nicht auf der Straße, erklärt Stadtwerkevorstand Stephan Rolfes. Die Zusammenarbeit mit terre des hommes soll die Osnabrücker animieren, sich auch mal aufs Fahrrad zu setzen, mit dem Bus zu fahren oder zu Fuß zu gehen. Stadtrat Frank Otte sieht das gemeinschaftliche Projekt als eine „pfiffige Idee“, um die Autofahrer von ihren Gewohnheiten wegzubringen.

Jeder kann sich einer Challenge stellen

„Wie weit würdest du gehen?!“ ist eine Spendenkampagne von terre des hommes. Auf der Homepage der Kampagne kann sich jeder Interessierte einer Challenge stellen und Geld für den guten Zweck sammeln. Bislang gibt es 205 Challenges und es sind fast 190000 Euro zusammengekommen. Das Geld lässt sich in Schuljahre für Kinder umrechnen, so sind es laut der Homepage bereits 3162 Kinder, die mit dem bisher gesammelten Geld ein Jahr zur Schule gehen können. Auf der Seite werden nun auch die Challenges von „Mobile Zukunft“ zu finden sein. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat für diesen Zweck schon eine Challenge gestartet: Sind 600 Euro für terre des hommes zusammengekommen, wird er einen Tag lang seine Dienstgeschäfte mit dem Rad erledigen.

Als Teil der Region möchte sich auch der VfL Osnabrück für den guten Zweck und ein autofreies Osnabrück einsetzen: Am 23. September soll das Spiel gegen die Würzburger Kickers autofrei sein. Personen, die mit dem Auto kommen, werden dann um eine Parkgebühr von 5 Euro gebeten und es werden mithilfe der Jugendspieler des VfL Spenden für die Aktion gesammelt. Wie sonst auch, ist es im Stadtgebiet jedem möglich mit dem VfL-Ticket umsonst mit dem Nahverkehr zum Stadion zu kommen.

Jörg Angerstein, Vorstandsmitglied von terre des hommes Deutschland, sieht die Zusammenarbeit bei den geplanten Aktionen als ein gutes Signal aus Osnabrück. Er hofft, dass solche Projekte auch in anderen Regionen stattfinden.

Die Stadt und Stadtwerke Osnabrück möchten mit dem Projekt „Mobile Zukunft – Osnabrück geht vor“ nachhaltige Mobilität fördern. Hierfür hat das Projekt auch weitere Veranstaltungen geplant, zum Beispiel einen autofreien Tag auf der Martinistraße.