Ein Artikel der Redaktion Neue Osnabrücker ZeitungLogo Neue Osnabrücker Zeitung

Angebot der Osnabrücker Krebsstiftung Offenes Café zum Thema Krebs am Samstag im Forum am Dom

Von Hendrik Steinkuhl | 02.02.2017, 15:57 Uhr

Zum Weltkrebstag am 4. Februar veranstaltet die Osnabrücker Krebsstiftung ein offenes Café, um über die Krankheit zu informieren. Gleichzeitig wirbt die Psychosoziale Krebsberatungsstelle damit für ihr vielfältiges Angebot.

Weltweit finden am 4. Februar Aktionen statt, mit denen auf die schwere Krankheit Krebs aufmerksam gemacht werden soll. Die Psychosoziale Krebsberatungsstelle Osnabrück beteiligt sich in diesem Jahr zum ersten Mal an der globalen Kampagne, die unter dem Motto „Wir können. Ich kann“ steht.

Was es mit dem Motto auf sich hat, erklärt Annette Finke, die Leiterin der Psychosozialen Krebsberatungsstelle Osnabrück: „Jeder hat die Möglichkeit, Einfluss auf seine Gesundheit zu nehmen, denn der Lebensstil spielt bei der Krebsentstehung eine erhebliche Rolle.“ Sport, Verzicht auf Rauchen und die Reduzierung des Konsums von Alkohol und rotem Fleisch sowie die regelmäßige Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen senken das Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich.

Im offenen Café der Krebsstiftung am Samstagvormittag soll es darum gehen, sich über die schwere Krankheit zu informieren und auszutauschen. Dazu werden Onkologen aus Osnabrücker Krankenhäusern kurze Statements zu ihrem jeweiligen Fachgebiet abgeben und danach auf Wunsch mit den Besuchern in den Dialog treten. Neben den Ärzten wird auch die Leiterin einer Krebssportgruppe vor Ort sein, sowie eine ehemalige Erkrankte, die seit vielen Jahren rezidivfrei leibt.

Wer sich schließlich über das allgemeine Angebot der Psychosozialen Krebsberatungsstelle informieren möchte, kann das bei Martina Axmann tun. Die Kinder- und Jugend-Psychotherapeutin hat wie ihre Kolleginnen eine Spezialausbildung für die Arbeit mit Krebspatienten. „Jeder, der in irgendeiner Form von Krebs betroffen ist, kann sich kostenfrei an uns wenden“, sagt Martina Axmann.

Das Angebot richtet sich also nicht nur an Krebskranke und deren Partner oder Kinder. „Es kommen auch Leute zu uns, die jemanden im Krankenhaus besuchen wollen und nicht wissen, wie sie mit ihm umgehen sollen. Nach einer Stunde Coaching fühlen sie sich dann dafür bereit.“

Beratungsstellen-Leiterin Annette Finke betont, wie wichtig ein Beratungsangebot für viele Krebskranke ist. „Wer schwer erkrankt ist, braucht mehr als nur medizinische Unterstützung. Und wir schauen hier, welche Ressourcen aktiviert werden können.“ Beraten werden dabei nicht nur Einzelpersonen, sondern auch ganze Familien. Die kommen laut Annette Finke in den letzten Jahren verstärkt.

„Für uns ist es aber wichtig, dass wir nicht der erste Ansprechpartner sind.“ Die Therapeuten der Krebsberatungsstelle sehen sich auch als Vermittler, die dabei helfen, die Sprachlosigkeit zu überwinden, die in jeder Form von Beziehung eintreten kann, wenn ein Mensch an Krebs erkrankt ist.

Neben der normalen Beratung bietet die Psychosoziale Krebsberatungsstelle aber noch viel mehr - zum Beispiel Kosmetikseminare. „Viele Frauen verlieren in der Krebsbehandlung das Gefühl, sie selbst zu sein“, sagt Martina Axmann. Zu lernen, wie man Folgen der Therapie wie etwa den Verlust von Wimpern und Augenbrauen kaschieren kann, könne das Wohlbefinden deutlich erhöhen.

Wer sich über alle Angebote der Osnabrücker Krebsberatungsstelle informieren möchte, kann das auf der Internetseite www.krebsstiftung.de tun. Das offene Café zum Weltkrebstag findet am Samstag in der Zeit von 11 Uhr bis 14 Uhr im Forum am Dom (Domhof 12) statt.