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„An uns führt kein Weg mehr vorbei“ Osnabrücker Grüne in Partylaune: Anzahl der Sitze deutlich erhöht

Von Michael Schwager | 11.09.2011, 19:57 Uhr

Als 100 Wahlbezirke ausgezählt waren, knallten bei den Osnabrücker Grünen die Sektkorken. Denn an dem eigentlich von niemandem aus der Partei erwarteten Ergebnis von rund 20 Prozent konnte sich zu diesem Zeitpunkt schon nichts mehr ändern. Michael Hagedorn, amtierender Fraktionschef, hatte mit „15 plus“ gerechnet, gab er vor dem versammelten Team zu. Dass es so deutlich mehr geworden war, machte selbst den erfahrenen Osnabrücker Kommunalpolitiker „fast sprachlos“. Die Grünen, so Hagedorn, hätten allen Grund, sich riesig über „das gigantische Ergebnis“ zu freuen.

Als Gründe für den Erfolg machte Hagedorn mehrere Faktoren aus: die in den vergangenen fünf Jahren geleistete Arbeit im Sinne der Bürger, das Engagement von überdurchschnittlich vielen Aktiven aus der Partei im Wahlkampf und einen Vorstand, der eine Riesenlast im Wahlkampf getragen hätte.

Anne Kura, Osnabrücker Vorstandssprecherin, freute sich, dass in der Osnabrücker Kommunalpolitik nun an den Grünen kein Weg vorbeiführt. Neben dem überdurchschnittlichen Wahlkampfengagement und einem für die Partei positiven Bundestrend hätten auch die Osnabrücker Inhalte zum Erfolg beigetragen. Kura: „Wir haben alles richtig gemacht, und wir sind die Einzigen, die ein Gesamtkonzept angeboten haben, wie die Stadt zukunftsfähig zu machen ist.“

Das grüne Ratsmitglied Volker Bajus wies am Rande der Wahlparty auch darauf hin, dass aus dem starken Wahlergebnis auch erhebliche Verantwortung auf die Grünen zukomme. Bajus: „Die Arbeit wird nicht leicht. Die Erwartungen an uns sind hoch.“ Klare Verhältnisse und eine klare Mehrheit seien allerdings auch gut für die Stadt. Das biete nun auch der Opposition die Gelegenheit, sich klarer zu profilieren. Das langjährige Ratsmitglied begrüßt, wenn der politische Wettbewerb künftig auch mit deutlicherer Auseinandersetzung geführt werden müsse. Außerdem erwartet Bajus, dass sich der OB den Grünen gegenüber stärker öffnen müsse.

Sebastian Brake, Vorstandssprecher der Osnabrücker Grünen, bewertete das grüne Abschneiden als ein „sehr gutes Ergebnis für Osnabrück“. Die Grünen hätten ihre Anzahl der Sitze verdoppelt, das bedeute, dass man nun auch doppelt so gute Arbeit für die Stadt leisten könne.