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Altstadt-Auflage am 11. August Osnabrücker Bierdiplom geht in die nächste Runde

Von Christian Lang, Christian Lang | 31.07.2017, 20:03 Uhr

Bierfreunde aufgepasst: Am Freitag, den 11. August, steht die nächste Auflage des Osnabrücker Bierdiploms an. Dieses Mal wird in den Kneipen der Altstadt getrunken.

 Das Bierdiplom gehört seit einigen Jahren zu den festen Institutionen in der Osnabrücker Kneipenszene. Gleich mehrfach pro Jahr werden die Veranstaltungen von Daniel Klusmann organisiert, der das Konzept 2009 während eines Auslandssemesters in Finnland aufgeschnappt und anschließend mit nach Osnabrück gebracht hatte. (Weiterlesen: Was steckt hinter dem Osnabrücker Bierdiplom?) 

Zwei Mal im Jahr ist das Bierdiplom in der Hasestadt auf Altstadt-Kneipen beschränkt, in den anderen Fällen machen auch Gaststätten außerhalb der Altstadt mit.

Wie funktioniert das Bierdiplom?

Bei der Veranstaltung können die Teilnehmer einen von mehreren akademischen Graden erreichen: Diplom, Diplom mit Auszeichnung, Doktor, Habilitation, Ehrendoktor. Welchen Titel sie erhalten, richtet sich nach der Anzahl der Getränke, die sie in einer bestimmten Zeit konsumieren. (Weiterlesen: Das sind die schönsten Bilder vom Bierdiplom in Osnabrück) 

Wem Bier nicht schmeckt, der kann zu anderen Getränken greifen – auch zu alkoholfreien. Zum Schluss müssen sich die Teilnehmer noch eine Abschlussprüfung ausdenken und diese dann vor einer Jury ablegen. Dafür werden sie benotet.

Um Alkoholtrinken oder gar Koma-Saufen geht es nach Auskunft des Organisators nicht beim Event. Vielmehr sollen die Teilnehmer einen geselligen Abend verbringen und Kneipen kennenlernen, die sie möglicherweise sonst nicht aufsuchen.

Altstadt-Kneipen im Fokus

Am Freitag, den 11. August, sind es wieder die Altstadt-Kneipen, die im Zentrum des Diploms stehen. Für Klusmann ist dies auch eine Gelegenheit, um die Gaststätten in der Altstadt zu stärken. Vor allem bei Studenten seien diese Kneipen nicht hinreichen bekannt – und das, obwohl sie „viele tolle Angebote“ hätten, wie der Organisator des Bierdiploms meint. Vor allem im Sommer seien diese Gaststätten nicht sehr stark frequentiert, weil viele keinen Außenbereich hätten, wo man bei gutem Wetter im Freien ein erfrischendes Getränk zu sich nehmen kann.

Die Nachfrage nach den Karten sei erneut sehr groß, sagt Klusmann im Gespräch mit unserer Redaktion. Für die Bierdiplom-Auflage im August rechnet der Organisator mit rund 500 Teilnehmern. Dies sind zwar deutlich weniger als noch beim vergangenen Event im April, als mehr als 1000 Menschen die Osnabrücker Kneipenszene unsicher machten. Doch die geringere Teilnehmerzahl sei ganz normal, immerhin seien derzeit Semesterferien, so Klusmann.

Zehn Städte bis Winter

Mit seinen Veranstaltungen hat er übrigens noch große Pläne: Nachdem das Bierdiplom lange Jahre von ihm nur in Osnabrück und Rheine veranstaltet worden war, hat es vor kurzem auch erfolgreiche Premieren in Bielefeld und Oldenburg gegeben – allerdings unter dem Namen „Bierbachelor“. Das soll nach Auskunft Klusmanns aber nur der Anfang gewesen sein. Weitere Städte wie Lingen, Bremen, Braunschweig, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Marburg, Gießen und Vechta sollen ebenfalls dazukommen. Das Ziel des Organisators ist es, bis zum Winter das Bierdiplom beziehungsweise den Bierbachelor in zehn Städten anzubieten. Ein ambitioniertes Vorhaben, das laut Klusmann aber alternativlos ist. Die Konkurrenz sei groß. Mittlerweile gebe es zahlreiche Nachahmer, die sein Konzept kopieren würden und in andere Regionen brächten. „Alle versuchen jetzt, den Markt abzugrasen“, so Klusmann.