Ein Artikel der Redaktion

Aktion „One Billion Rising“: Osnabrücker tanzen als Protest gegen Gewalt an Frauen

Von Laura Lehmkuhl | 14.02.2017, 20:58 Uhr

Gestern ist in der Innenstadt am Nikolaiort wieder getanzt worden – anlässlich des Aktionstages „One Billion Rising“, der weltweit dazu aufruft, sich zu erheben und gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen.

„One Billion Rising ist ein globaler Streik, eine Einladung zum Tanz als Ausdruck unserer Kraft, ein Akt weltweiter Solidarität“ heißt es auf der Internetseite der Aktion, die 2012 ins Leben gerufen wurde. Seitdem sind jährlich am 14. Februar alle Menschen dazu eingeladen, zu tanzen und sich auf der ganzen Welt zu verbinden, um ein Ende der Gewalt zu fordern. Neben Osnabrück nehmen viele Städte auf der ganzen Welt schon seit Jahren an der Aktion teil. Über alle Grenzen hinweg soll „One Billion Rising“ somit Ausdruck kollektiver Stärke und globaler Solidarität sein. Auch rund 50 Osnabrücker haben sich am Valentinstag versammelt, um auf das weltweite Problem aufmerksam zu machen und im Rahmen der Aktion gemeinsam für Gleichstellung und gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu demonstrieren. Mit lauter Musik und unter den Blicken einiger Schaulustigen tanzten die Unterstützer gemeinsam.

Kleine Geschenke und Info-Stände

Bereits im vergangenen Jahr war die Aktion ein voller Erfolg und die Organisatoren bekamen viele positive Rückmeldungen. Diesmal waren sogar noch mehr Menschen dabei: Das Mädchenzentrum, der Arbeitskreis Mädchenarbeit und die Hebammenzentrale unterstützten neben anderen die Aktion, waren mit Ständen vertreten, informierten über Hilfsangebote und verteilten Informationsmaterial sowie kleine Geschenke.

Applaus für Teilnehmer

Weltweit waren laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation bereits eine Milliarde Frauen Opfer von Gewalt, das ist etwa jede Dritte. Grund genug für Katja Weber-Khan, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Osnabrück, auch in diesem Jahr wieder am „One Billion Rising“-Tag (englisch für „Eine Milliarde erhebt sich“) teilzunehmen. „Es werden täglich so viele Frauen Opfer von Gewalt und daran muss dringend etwas geändert werden. Gleichstellung ist wichtig und es ist meine Motivation, das ins Bewusstsein der Menschen zu holen“, sagte Weber-Khan. Unter Applaus begrüßte sie alle Teilnehmer und Unterstützer des Flashmobs und eröffnete den Tanz gegen die Gewalt: „Erheben Sie sich hier gemeinsam gegen Gewalt und lassen Sie uns zeigen wie stark Osnabrück ist!“