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Abschied von Bonnus-Gemeinde Pastor Schulz-Wackerbarth brachte Musik in die Gemeinde

Von PM. | 23.09.2011, 15:18 Uhr

Am Sonntag geht für die ev-luth. Bonnusgemeinde eine Ära zu Ende: Nach über 20 Jahren Dienst wird Pastor Jürgen Schulz-Wackerbarth in den Ruhestand verabschiedet. Superintendent Friedemann Pannen wird den Festgottesdienst leiten, der von vielen Weggefährten aus der Gemeinde mit gestaltet wird.

Gemeinsam mit seiner Frau und den vier Kindern habe sich Jürgen Schulz-Wackerbarth unermüdlich für die Menschen in der Gemeinde engagiert, sagt Kirchenvorsteherin Brigitte Neumann. Besonders hätten ihm die Verkündigung des Wortes Gottes in den Gottesdiensten, das persönliche Gespräch mit den Menschen in der Seelsorge und die Arbeit mit den vielen Kreisen der Gemeinde am Herzen gelegen. Als Sänger im Bonnuschor und Bläser im Posaunenchor setzte sich Pastor Schulz-Wackerbarth für das musikalische Profil der Gemeinde ein. „Musik zum Lobe Gottes“ war seine Motivation, immer weiter Musizierende zu gewinnen. So holte er eine große Bandbreite musikalischer Stilrichtungen in die Kirche. Die Kinder führten in jedem Jahr ein Krippenspielmusical auf, das von Mechthild Schulz-Wackerbarth liebevoll und mit großem musikalischen Sachverstand in Szene gesetzt wurde, wie Brigitte Neumann sagt.

Die Zeltlager in Holland waren Höhepunkte für die Jugendlichen der Gemeinde. Jürgen Schulz-Wackerbarth habe es durch seine lockere und humorvolle Art geschafft, Spiel und Spaß mit ernsten theologischen Themen zu verbinden. Teilnehmer und Lagerleitung sprachen sich auf dem Platz ausschließlich mit „Du“ an, und der Pastor hörte auf den Namen „BOP“, das Kürzel für Bonnuspastor.

Schulz-Wackerbarth kümmerte sich ebenso engagiert um die ältere Generation der Gemeinde. Neue Wege beschritt er mit Familienfreizeiten. In seiner Amtszeit entstand neben der Kirche das Hermann-Bonnus-Altenheim, wo sich bei Sommer- und Herbstfesten und diakonischen Einsätzen von Konfirmanden junge Gemeindeglieder und Heimbewohner begegneten.

Mit seinem Engagement im Kirchenkreis für die Partnerschaftsarbeit mit dem südafrikanischen „Mfolozi-Circuit“ und als Mitbegründer der gelebten Ökumene mit den Kirchengemeinden in der Nachbarschaft habe Schulz-Wackbarth Akzente über die Gemeindegrenzen hinaus gesetzt.

Pastor Schulz-Wackerbarth verabschiedet sich „mit Wehmut im Herzen“ aus der Bonnusgemeinde, die lange die Heimat seiner Familie war.