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Abschied vom Theater Osnabrück Andrea Casabianchi geht nach Hannover

Von Christine Adam | 23.06.2016, 18:37 Uhr

Nach sieben Jahren am Theater Osnabrück geht Andrea Casabianchi als freie Schauspielerin nach Hannover.

Als junge Berufsanfängerin startete Andrea Casabianchi 2009 in Osnabrück – Intendant Holger Schultze hatte sie ins Schauspielteam geholt. Und sofort fiel die ihr eigene Intensität auf, mit der sie ihre Rollen spielte. Mit heller, durchsetzungsfähiger Stimme, mit ganz unalltäglich leuchtenden Augen und leuchtendem Gesicht – auch wenn der jeweilige Text noch so viel flapsige Alltags- und Umgangssprache enthielt.

Für das Festival „Spieltriebe“ war sie ursprünglich engagiert worden. Drei Mal hat sie darin mitgespielt und drei Mal „Ausnahmezustand“ erlebt, wie sie sagt. Das hat hat ihr in den sieben Osnabrücker Jahren besonders imponiert – und die Gastspielreisen des Theaters ins russische Twer, das bulgarische Russe oder das rumänische Temeswar. Dorthin war das Ensemble mit „Ich wünsch‘ mir eins“ von Azar Mortazavi eingeladen worden. Zweimal wurde sie in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Theater heute“ als beste Nachwuchskünstlerin genannt, für „Ich wünsch‘ mir eins“ und für „Rustschuk.– Die gerettete Zunge“, das Canetti-Projekt.

Überhaupt habe sie gern mit Annette Pullen als Regisseurin gearbeitet, sagt sie und nennt als weiteres Highlight ihre Inszenierung von Dea Lohers „Das.letzte Feuer“, und Tschechows „Drei Schwestern“, in der sie die „Möwe“ Nina spielte.

Jetzt geht Andrea Casabianchi als freie Schauspielerin nach Hannover, mit Familie, denn sie und ihr Partner und Schauspiel-Kollege Dennis Pörtner sind mittlerweile Eltern geworden.