Jahresabschlusszusatzkonzert im Rosenhof Donots spielen in Osnabrück trotz Todesfall in der Familie

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Osnabrück. Vor ausverkauftem Haus zelebrierten die Donots, Punkrockband aus Ibbenbüren, ihren traditionellen Jahresabschluss im Rosenhof in Osnabrück.

Ein Wald von Armen reckt sich in die Höhe: „Who´s to hold up the sky if not you and I“, tönt es dazu aus mehr als 800 Kehlen. „Wer soll den Himmel hochhalten, wenn nicht du und ich?“ Die Textzeile stammt aus dem Song „So Long“, den Ingo „Donot“ Knollmann mit seinem britischen Kollegen Frank Turner geschrieben hat. Er bildet den finalen Höhepunkt des JAZK, des „Jahresabschlusszusatzkonzerts“ der Donots im Rosenhof.

Nachdem das traditionelle JAK in diesem Jahr innerhalb von einigen Stunden ausverkauft war, hatte die Band, wie mittlerweile auch schon üblich, einen Zusatztermin anberaumt, der natürlich auch schnell ausverkauft war.

Beinahe wären allerdings beide Termine abgesagt worden: „Guido und ich haben vor zwei Tagen unseren Papa beerdigt“, sagt Ingo mit belegter Stimme. Doch dann bricht es aus ihm heraus: „Wir spielen trotzdem, Papa hätte das so gewollt!“ Als würden sie ihre ganze Wut und Trauer loswerden wollen, machen sie dann das, was Ingo „ins Mett hauen“ nennt: Die Donots spielen ihren Punkrock, als gäbe es kein Morgen mehr. Dazu passen einige Stücke von dem brandneuen Album „Lauter als Bomben“, das Mitte Januar veröffentlicht wird. Zum Beispiel „Gegenwindsurfen“, eine sehr punkige Nummer, die jetzt Weltpremiere feiert.

Gemeinsam wird der Jahresabschluss ansonsten rauschend zelebriert wie in jedem Jahr: Ingo singt auf der Theke und surft über die Köpfe seiner Fans, im Publikum wird kräftig mitgesungen und ausgelassen im „Circle Pit“ getanzt. „Same procedure as every year“…


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