Fröhlich und besinnlich Weihnachtskonzert mit Vicky Leandros in der Lutherkirche

Von Matthias Liedtke

Schwarzer Engel: 
              
              Vicky Leandros beim Weihnachtskonzert in der Lutherkirche. Foto: Hermann PentermannSchwarzer Engel: Vicky Leandros beim Weihnachtskonzert in der Lutherkirche. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. . Ein stimmungsvoller Abend: Die deutsch-griechische Schlagerikone Vicky Leandros machte auf ihrer Weihnachtstour durch ausgewählte Gotteshäuser am Montagabend auch Station in der voll besetzten, festlich geschmückten Lutherkirche.

Nach einem kurzen Intro ihrer dreiköpfigen Begleitband erschien die scheinbar alterslose Sängerin, die im letzten Jahr ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert hat, wie ein dunkler Engel im schwarzen, dezent glitzernden Abendkleid vor dem Altar. Mit trotz Erkältung ungebrochen reiner, klarer Stimme animierte sie das Publikum zunächst in deutscher, dann in englischer Sprache dazu, sich selbst eine „wunderschöne Weihnacht“ zu schenken. Ihren Teil trug sie dazu bei, indem sie ein buntes Potpourri aus Weihnachtsliedern aus aller Welt mitgebracht hat. Dazu zählte auch Zeitgenössisches wie ihre eigene, in den Siebzigerjahren aufgenommene Version von George Harrisons „My Sweet Lord“, aus dem sie ein „Wo ist er?“ gemacht hat. Oder Leonard Cohens ergreifend dargebotenes, teilweise auf Deutsch übersetztes „Hallelujah“, bei dem sie das Publikum zum Mitsingen animieren wollte.

Klingende Kindheitserinnerungen

Das funktionierte indes noch besser und unaufgefordert bei ihrem eigenen, darauf folgenden Mutmacher-Evergreen „Ich liebe das Leben“. Ungleich nachdenklicher geriet ihre Jaques Brel-Adaption „Wie ein Kind“ aus ihrem zuletzt gemeinsam mit Xavier Naidoo produzierten Album „Möge der Himmel“, aus dem es auch den Titelsong zu hören gab. Auch als Erinnerung an ihre Kindheit und ihren Vater, mit dem sie es oft zusammen gesungen hat, präsentierte Vicky Leandros den amerikanischen Weihnachtsklassiker „White Christmas“, den sie in der Lutherkirche im Duett mit ihrem Pianisten, Keyboarder und musikalischen Direktor Bo Heart sang. Bassist Lothar Atwell leitete an der Klarinette stimmungsvoll den „Little Drummer Boy“ ein, an der klassischen Gitarre, dem Banjo und der Suzuki-Westerngitarre begleitete Johannes Wennrich das facettenreiche Programm.

Mollmäuse mittendrin

„Fröhlicher“ und „nicht ganz so besinnlich“ würde in ihrer griechischen Heimat Weihnachten gefeiert, verriet Vicky Leandros – nicht ohne eine entsprechend mitreißende Kostprobe zum heiteren Mitklatschen zu liefern. Besinnlich wurde es aber am Ende auch, als sie einige der von ihr so geliebten deutschen Weihnachtslieder intonierte. Für „Leise rieselt der Schnee“ bat sie den Tecklenburger Kinderchor Mollmäuse auf die Bühne, bei „O du fröhliche“ und „Stille Nacht“ stimmte auch das Publikum mit ein. Der große Chor klappte schließlich auch beim abermaligen, abschließenden „Hallelujah“.


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