Stadtwerke starten Austausch Ganz Osnabrück bekommt digitale Stromzähler

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Im Januar geht es los: Schrittweise sollen alle Haushalte in Osnabrück mit digitalen Stromzählern ausgerüstet werden. Das Foto zeigt Stadtwerke-Vorstand Christoph Hüls (links) und David Randel, Projektleiter der SWO Netz, mit einem solchen Smartmeter. Foto: Nicole SeifertIm Januar geht es los: Schrittweise sollen alle Haushalte in Osnabrück mit digitalen Stromzählern ausgerüstet werden. Das Foto zeigt Stadtwerke-Vorstand Christoph Hüls (links) und David Randel, Projektleiter der SWO Netz, mit einem solchen Smartmeter. Foto: Nicole Seifert

Osnabrück. Die Steckdose bleibt, aber der schwarze Kasten mit der rotierenden Scheibe hat bald ausgedient. Bis 2032 müssen in Osnabrück 100000 analoge durch digitale Stromzähler ersetzt werden. Im Januar wollen die Stadtwerke mit dem Austausch beginnen. Die Kunden soll die Aktion nichts kosten.

Christoph Hüls klingt wenig begeistert, wenn er über die bevorstehende Zähler-Offensive spricht. „Wir wollen unseren Kunden nichts aufoktroyieren“, sagt der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende entschuldigend, aber das kommunale Unternehmen sei nun einmal gesetzlich verpflichtet, die digitale Messtechnik flächendeckend in die Haushalte und Betriebe zu bringen. So steht es im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende.

Weniger verbrauchen

Die Zurückhaltung des Stadtwerke-Chefs kommt nicht von ungefähr: Zwar sollen die neuen Zähler einmal helfen, Stromfresser ausfindig zu machen, Schwachlastzeiten auszuschöpfen und damit Geld zu sparen – aber diese für die Verbraucher segensreichen Funktionen liegen vorläufig brach. Es fehlt an den gesetzlichen Voraussetzungen. Weil mit jedem kleinen Schritt zur Digitalisierung viele große Schritte für den wirksamen Datenschutz eingeplant werden müssten, wie Hüls vermerkt.

Einige Vorteile der sogenannten Smartmeter sieht der Stadtwerke-Manager allerdings schon: Kunden, die sich mit den Funktionen vertraut machen, können ihre Verbrauchswerte systematisch auswerten und so möglicherweise einen Weg finden, um ihre Stromkosten zu senken. Und die SWO Netz GmbH, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadtwerke, hofft auf eine Reduzierung der Personalkosten, wenn sich die Zähler künftig mit Scannern ablesen lassen.

In Osnabrück soll es die neuen Smartmeter ab sofort für alle geben, die neu bauen oder umbauen. Ab Januar beginnt die schrittweise Umrüstung für alle anderen Haushalte – immer dann, wenn für das Altgerät nach acht Jahren eine turnusmäßige Eichung fällig ist. 10000 Zähler sollen in den kommenden drei Jahren eingebaut werden, wie David Randel, der zuständige Projektleiter bei der SWO Netz GmbH, erläutert.

Zwei Zählervarianten

Dabei setzen die Stadtwerke auf zwei verschiedene Geräte: Die große Anzahl der Kunden, die weniger als 6000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, bekommen das einfachere Modell, das lediglich aus einer „modernen Messeinrichtung“ besteht, wie Randel es ausdrückt. Vielverbraucher und Netzeinspeiser (etwa die Besitzer einer Fotovoltaikanlage) erhalten dagegen ein „intelligentes Messsystem“, bei dem die Daten jederzeit über das Internet abrufbar sind. Auch das ist im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende so vorgeschrieben.

Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass die Kunden mindestens zwei Wochen vor dem Austausch der Geräte eine schriftliche Information und einen Terminvorschlag erhalten. Mit dem Einbau der neuen Zähler ist das Tochterunternehmen Smartoptimo beauftragt, das schon seit Jahren für die regelmäßige Zählerablesung zuständig ist.

Wer Fragen zum Zählerwechsel hat, findet weitere Informationen auf der Internetseite www.swo-netz.de/neuezaehler oder unter der Telefonnummer 0541/20022225.


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