Elektrisierende Mischung Pop-Diva Ida Gard glänzt im neuen Rosenhof Foyer

Hochgesteckte 
              
              Erwartungen erfüllte Ida Gard beim Premierenkonzert im Rosenhof Foyer nicht nur mit ihrer „Zimtschnecken“-Frisur. Foto: Michael GründelHochgesteckte Erwartungen erfüllte Ida Gard beim Premierenkonzert im Rosenhof Foyer nicht nur mit ihrer „Zimtschnecken“-Frisur. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Einnehmende Stimme, charismatische Ausstrahlung, starke Bühnenpräsenz, reduzierter und doch satter, pointierter Sound: Mit dieser Mischung elektrisierte die dänische Songwriterin Ida Gard am Sonntagabend ihr Publikum im Rosenhof Foyer.

Für sie war es die vorletzte einer Handvoll „Winter Shows“ in Deutschland, für die Veranstalter das allererste Konzert in den neu gestalteten Räumlichkeiten. Dabei stimmte nahezu alles: Vor der Tür der Wintereinbruch, hinter den golden glitzernden Vorhängen an der Fensterfront im kühlen Ambiente der ebenso coole wie glamouröse Auftritt der eigenwilligen Pop-Diva, die sich aber nicht durchweg als unnahbar erwies. Als das Publikum den Refrain von „Rocking Rodent“ am Ende mitzusingen begann, ließ sie sich von der treppenstufenhohen Bühne herab. Und sie gewährte auch persönliche Einblicke in ihr Songwriting als Form einer multiplen Selbstfindung. Die Verarbeitung des Aufwachsens in der Kleinstadt findet dort ebenso Platz wie das Eintauchen in Figuren aus dem Roman „Populärmusik aus Vittula“ oder die Abrechnung mit der Mutter, für die sie nie „Good Enough“ war.

Kongeniales Duo

Dafür macht Ida Gard heute, was sie will, und bedauert nicht ernsthaft, dass sie mit ihrer doppelten „Zimtschnecken“-Frisur keinen Trend gesetzt hat. Das gilt auch für die unnachahmliche, mit Rock- und Blues-Schemata verwobene Musik. Anne Kirstine Winkler am Schlagzeug bietet der singenden E-Gitarristin dabei nicht nur kongeniale rhythmische Begleitung, sondern setzt auch eigene Akzente – ob mit dem Trommelfeuer von „The Heat“, den krachenden Brüchen im treibenden Pop-Juwel „Need A Break“ oder der Drosselung von Kate Bushs „Running Up That Hill“, das am Ende ebenso zweistimmig vorgetragen wurde wie der bezaubernde Schlusspunkt „He Spoke To Me“, bei dem allerdings die Kalimba den Rhythmus vorgab. Eine passendere Feuertaufe für das neue Rosenhof Foyer als Ort für Konzerte der besonderen, etwas intimeren Art wäre kaum vorstellbar gewesen.


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