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In Osnabrück-Atterheide gestartet Experten untersuchen abgestürztes Kleinflugzeug – Pilot tot

Von dpa

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Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs bei Hameln, bei dem der Pilot ums Leben gekommen ist, untersuchen Experten die Unglücksursache. Foto: dpaNach dem Absturz eines Kleinflugzeugs bei Hameln, bei dem der Pilot ums Leben gekommen ist, untersuchen Experten die Unglücksursache. Foto: dpa

Hameln. Ein Pilot fliegt von Osnabrück Richtung Braunschweig, doch dann verschwindet er im Weserbergland vom Radarschirm. Die Polizei startet eine große Suchaktion, doch erst nach mehr als 24 Stunden wird die Maschine gefunden – der Pilot ist tot. Nun wird das Flugzeug untersucht.

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs bei Hameln, bei dem der Pilot ums Leben gekommen ist, untersuchen Experten die Unglücksursache. „Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sind vor Ort und haben die Ermittlungen übernommen“, sagte Polizeisprecher Benjamin Schönewald am Sonntag.

Jagdpächter findet Flugzeug

Das seit Freitag im Weserbergland vermisste Kleinflugzeug war am Samstag gefunden worden, der Pilot ist tot. „Leider haben wir eine traurige Mitteilung“, meldete ein Polizeisprecher am Samstagabend per Twitter. Das abgestürzte Flugzeug sei in einem Waldgebiet am Höhenzug Ithkopf bei Coppenbrügge entdeckt worden. Bei dem 78 Jahre alten Piloten aus Braunschweig habe nur noch der Tod festgestellt werden können. „Ein Jagdpächter hat das Flugzeug gefunden“, berichtete Polizeisprecher Jens Petersen.

In Osnabrück-Atterheide gestartet

Der 78 Jahre alte Pilot war am Freitag um 12.15 Uhr in Osnabrück-Atterheide gestartet und wurde etwa eine Stunde später in Braunschweig erwartet - dort aber kam er nicht an. „Kurz vor 13.00 Uhr brach der Funkkontakt zum Piloten ab, und das Flugzeug verschwand vom Radarschirm“, erklärte Petersen. „Letzter Radarkontakt bestand im Bereich der Ortschaft Fischbeck zwischen Hessisch Oldendorf und Hameln.“ Rund 400 Einsatzkräfte waren am Samstag im Einsatz.

Die umfangreiche Suchaktion von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rettungsdienst und Polizei war am Freitag angelaufen. Gesucht wurde eine Maschine vom Typ Aquila, nach Angaben der Polizei ein zweisitziges Schulungsflugzeug. Nach über 24 Stunden kam dann die traurige Entdeckung.

Drei Hubschrauber im Einsatz

Am Samstagnachmittag waren zuletzt drei Hubschrauber im Einsatz, wie die Polizei per Twitter meldete, darunter zwei von der Bundeswehr. Die Polizei sprach zuvor von „schwierigen Suchbedingungen“ in den schneebedeckten Waldgebieten. In dem schwer zugänglichen Gelände waren auch Suchhunde im Einsatz. Am Samstag trafen zudem Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung vor Ort ein. „Mit geländegängigen Fahrzeugen wurden sie mit unserer Tatortgruppe zu der unzugänglichen Absturzstelle gebracht“, sagte Petersen am Abend.

Die mögliche Absturzstelle wurde zunächst am Süntel-Höhenzug im Weserbergland vermutet, dann auch im Naturschutzgebiet Schweineberg unweit der Bundesstraße 217. Samstagnachmittag lag der Schwerpunkt laut Polizei am Mittelberg, Wendberg, Westerberg und Osterberg. Spaziergänger, die ungewöhnliche Beobachtungen gemacht hätten oder abgerissene Kunststoffteile finden würden, mögen sich bei der Polizei Hameln melden, hatte die Polizei zuvor gebeten.

Vom Flugplatz Osnabrück-Atterheide startete der Pilot am Freitagmittag in Richtung Braunschweig. Dort kam er aber nie an. Foto: David Ebener

Die Arbeit der Bodensuchkräfte war am Freitag gegen Mitternacht abgebrochen worden, Ortungsversuche liefen aber noch bis tief in die Nacht. Bereits am Abend waren zwei Hubschrauber im Einsatz, darunter einer der Bundespolizei mit Wärmekamera. Ein Spezialteam aus Nordrhein-Westfalen versuchte vergeblich, das Handy des Piloten anzupeilen. Die entsprechenden Suchmaßnahmen waren am Samstagmorgen wieder aufgenommen worden.


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