Haltepunkt Rosenplatz Bebauungsplan für neuen Bahnhalt in Osnabrück

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Osnabrücks Stadtplaner haben einen ersten Entwurf für den Bebauungsplan Haltepunkt Rosenplatz erarbeitet. Die dünnen roten Linien markieren die derzeitigen Grundstücksgrenzen. Die eingezeichneten Baukörper stellen Möglichkeiten einer Bebauung im Umfeld des Haltepunktes dar. Grafik: Stadt OsnabrückOsnabrücks Stadtplaner haben einen ersten Entwurf für den Bebauungsplan Haltepunkt Rosenplatz erarbeitet. Die dünnen roten Linien markieren die derzeitigen Grundstücksgrenzen. Die eingezeichneten Baukörper stellen Möglichkeiten einer Bebauung im Umfeld des Haltepunktes dar. Grafik: Stadt Osnabrück

Osnabrück. „Nächster Halt Rosenplatz. Ausstieg rechts.“ Bevor im Haller Willem diese Ansage erklingt, wird zwar noch ein wenig Wasser durch die Hase fließen, aber die Stadt hat jetzt schon einmal den ersten Entwurf für die für den Bahnhalt Rosenplatz erforderliche Änderung des Bebauungsplans vorgestellt.

Im Zuge der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung ist der Bebauungsplan Nummer 602 mit dem für Pendler und alle Freunde des öffentlichen Personennahnverkehrs wohlklingenden Namen „Haltepunkt Rosenplatz“ bis zum 5. Januar im Fachbereich Städtebau an der Hasemauer 1 einzusehen. Die Fläche des Bebauungsplans umfasst das 5,7 Hektar große Gebiet zwischen Sutthauser Straße und Iburger Straße im Westen und Osten sowie Spichernstraße und Wörthstraße im Norden und Süden.

„Bei diesem Entwurf handelt es sich um einen ersten Ansatz, mit dem wir in die Gespräche mit den Grundstückseigentümern gehen können“, betont Stadtplaner Franz Schürings. Man habe auch die Gelegenheit ergreifen wollen, gleichzeitig mit der Einrichtung eines Bahnhalts das Umfeld neu zu strukturieren. So könnte zum Beispiel Raum für zusätzliche Bebauung nördlich und südlich der Bahnlinie geschaffen werden. Die Erreichbarkeit des Bahnhalts Rosenplatz muss ebenfalls geregelt werden. Von der Sutthauser Straße existiert bereits eine Verbindung, von der Iburger Straße und der Wörthstraße wäre der Halt unter den derzeitigen Voraussetzungen noch nicht optimal angebunden. Auch hier wird die Stadt noch in die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern eintreten müssen, um eine optimale Erschließung zu erreichen.

Wie genau der Bahnhalt ausgestaltet wird, steht nicht allein in der Verantwortung der Stadt. Die sitzt vor allem in technischen Fragen mit der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) und der Bahn gemeinsam am Tisch. Klar ist nach derzeitigem Planungsstand allerdings, dass der Bahnsteig auf der südlichen Seite der Gleise entstehen wird, weil hier der Haller Willem hält. Ob und wann vielleicht auch die Strecke nach Münster in den Halt eingebunden wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Wegen der hohen Kosten wird die Strecke bislang nicht in die Planungen einbezogen.

Das Land unterstützt den Bau des Haltepunkts Rosenplatz. Der Stadt stehen für die Planungen 1,1 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, dass noch 2019 die ersten Züge am Rosenplatz halten. 300 bis 1300 Fahrgäste, so rechnen die Planer, werden dann die Haltestelle nutzen. Die Baukosten könnten ersten Schätzungen zufolge bei etwa sechs Millionen Euro liegen.

Eine öffentliche Informations- und Erörterungsveranstaltung mit den an der Planung des Haltepunkts Rosenplatz Beteiligten von Bahn, Planos und Stadt findet statt am Donnerstag, 14. Dezember, von 19 bis 21 Uhr in der Aula des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums an der Gottlieb-Planck-Straße 1. Ein barrierefreier Zugang ist über den Schulhof vorhanden.

Die Planunterlagen können in der Zeit bis zum 5. Januar im Fachbereich Städtebau, Dominikanerkloster, Hasemauer 1, im 1. Obergeschoss eingesehen werden. Dabei besteht Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung. Die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr. Ein barrierefreier Zugang ist nicht vorhanden. Außerhalb dieser Zeiten liegende Termine oder Hilfestellung für einen barrierefreien Zugang können telefonisch unter 0541/323-2668 vereinbart werden.


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