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07.12.2017, 15:59 Uhr KOHLEPOLITIK DER STADTWERKE

Warum die CO2-Zertifikate teurer werden müssen

Kommentar von Wilfried Hinrichs

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Osnabrück. Das Gekko-Abenteuer ist für die Stadtwerke Osnabrück ein wirtschaftliches Desaster –entstanden im Sog der Poltik.

Neun Millionen Euro Eigenkapital, 40 Millionen Fremdmittel und jetzt noch mal 20 Millionen für den Aussteig aus dem Stromliefervertrag: Das Gekko-Abenteuer ist für die Stadtwerke ein wirtschaftliches Desaster.Die Verantwortung trägt aber nicht der Vorstand, sondern die große Politik, die durch mehrfache Energiewenden und einer Fehlsteuerung beim Handel mit Verschmutzungsrechten dieser Langfristinvestition den wirtschaftlichen Boden entzog. Der Preis für die CO2-Zertifiktate ist europaweit viel zu niedrig, sodass ausgerechnet die alten Dreckschleudern unter den Kohlekraftwerken die rentabelsten sind.

Die Stadtwerke halten an der Kohle fest in der Erwartung, dass nach dem Ende der Kernkraft ab 2020 und durch eine Verteuerung der CO2-Zertifikate die modernen Kohlekraftwerke für eine Übergangszeit unentbehrlich werden. Das setzt voraus, dass, erstens, die Politik nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht, und, zweitens, der Fortschritt der erneuerbaren Energien dieses Kalkül nicht überholt.


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