Adventstürchen-Aktion im Restaurant La Vie diesmal mit Nikolaus-Besuch Tintenfisch ist gar nicht so schlimm

Von Jens Lintel

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jel Osnabrück. Ob ein Drei-Sterne-Koch sehr viel Geld besitze, wollte Max (8) von Thomas Bühner wissen. „Nein, besitzt man nicht“, machte der Chef des Restaurants „La Vie“ klar. Und meinte schmunzelnd: „Wenn man für Geld arbeitet, wird man Klempner.“

Nachdem solche Fragen gleich zu Anfang beim Kakaotrinken dafür gesorgt hatten, dass das Eis zwischen dem berühmten Gastgeber und seinen jungen Gästen schnell gebrochen war, nahm in dem Feinschmecker-Restaurant in der Osnabrücker Altstadt eine ziemlich vergnügte Adventstürchen-Aktion ihren Lauf. Thomas Bühner hatte bei der Aktion unserer Zeitung erneut zwölf Kinder in sein Haus eingeladen.

„Festival für die Sinne“

Wie in den beiden Vorjahren stand wieder ein „Festival für die Sinne“ für die Mädchen und Jungen auf dem Programm, bei dem acht Aufgaben wie das Erkennen von Lebensmitteln durch Riechen, Fühlen oder Schmecken gelöst werden mussten. Wer wollte, durfte sich außerdem noch an eine Mutprobe wagen: Es musste erneut ein Tintenfisch berührt oder hochgehoben werden und dann ging es noch darum, seine Hand in einen verdeckten Behälter zu stecken und darin in einer gelartigen Masse kleine Kirschtomaten richtig zu ertasten. Max und Finje waren die ersten, die sich an die Mutprobe wagten. Nachdem sie den Oktopus erst nur mit einem Finger berührt hatten, griffen sie schließlich zu und hoben das Tier beherzt hoch. „Der Tintenfisch ist gar nicht so schlimm“, meinte Max. „Aber die Masse in dem Behälter fühlt sich glibberig an“, ergänzte Finje.

Als schließlich einer der Köche von Thomas Bühner auf Nachfrage der Kinder scherzte, dass es sich bei der Masse um „Quallenschleim“ handeln würde, ließen sich die Kinder nicht aufs Glatteis führen. In Wirklichkeit war es, wie Thomas Bühner ihnen erklärte, einfach nur angedicktes Wasser. Zu den weiteren Aufgaben gehörte es beispielsweise, eine Khaki, eine Petersilienwurzel und eine Süßkartoffel richtig zu erkennen. Als fast alle Kinder die Frucht, die Wurzel und die Knolle korrekt benannten, staunte Bühner. „Dabei wart ihr richtig gut, darüber freue ich mich“, meinte er.

Zimt und Vanille

Auch beim Riechen wurden Vanille, Zitrone und Knoblauch von den meisten Kindern korrekt erkannt und gelang es den meisten, Walnüsse und Reis richtig zu ertasten – nur die Zimtstangen wurden von einigen zunächst für Vanilleschoten gehalten.

Auf Wunsch von Bühner wartete bei dem Nachmittag noch eine besondere Überraschung auf die Mädchen und Jungen: Weil es ja der 6. Dezember war, so sein Gedanke, sollten die Kinder im la Vie auch den Nikolaus treffen. Mit der Unterstützung unserer Zeitung und von Hermann Haarmann, dem Pressesprecher des Bistums Osnabrück, gelang es schließlich, Johannes Siebenmorgen, den „Chef“-Nikolaus der Katholischen Hochschulgemeinde Osnabrück (KHG), noch zu dem Türchenöffnen ins La Vie zu holen. Die KHG vermittelt in Osnabrück Nikolausbesuche, die seit drei Jahren nur noch am 6. Dezember und nicht mehr wie früher über einen längeren Zeitraum gemacht werden. Dieses Jahr waren in Osnabrück acht KHG-Nikoläuse unterwegs, jeweils begleitet von mehreren Engeln.

Nikolaus mit Appetit

Als der Nikolaus dazu stieß, luden ihn die Kinder und Thomas Bühner ein, sich erst einmal zu ihnen an die schön gedeckte Tafel im „Pop Up“-Restaurant „Tasty Kitchen“ zu setzen, die sie in Beschlag genommen hatten. „Du siehst nämlich hungrig aus“, meinte ein Junge. Siebenmorgen trug schließlich eine Geschichte aus dem Leben des „echten“ Nikolaus vor, der im 4. Jahrhundert als Bischof in der Stadt Myra (heute Türkei) gewirkt hat und heute als Heiliger verehrt wird.

Schließlich wurde noch gemeinsam das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ gesungen, und ganz zum Schluss gab es sogar noch kleine Geschenke für die Kinder: Nikolaus Siebenmorgen verteilte kleine Päckchen mit Stiften, Radiergummis, kleinen Spielen etc., die La Vie-Restaurantleiterin Nadja Siebert liebevoll für die Mädchen und Jungen eingepackt hatte. „Das ist ja toll,“ freute sich Carolin (8.). „Er war auch heute Nacht schon bei mir und hat mir etwas in die Stiefel gesteckt, obwohl ich sie gar nicht geputzt hatte.“


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