Unnötigen Verkehr vermeiden SPD will gemeinsame City-Logistik für Osnabrücker Einzelhandel

Die Osnabrücker SPD begrüßt die Lieferservices zweier Osnabrücker Einzelhändler und favorisiert einen gemeinsamen Lieferservice der Osnabrücker Händler. Foto: Jörn MartensDie Osnabrücker SPD begrüßt die Lieferservices zweier Osnabrücker Einzelhändler und favorisiert einen gemeinsamen Lieferservice der Osnabrücker Händler. Foto: Jörn Martens

pm/yjs Osnabrück. Die Osnabrücker SPD begrüßt die Lieferservices zweier Osnabrücker Einzelhändler, favorisiert aber einen gemeinsamen Lieferservice für den lokalen Handel. So könnten unnötige Verkehre in der Stadt vermieden werden.

Das Traditionskaufhaus Schäffer bietet seit dem 1. Dezember einen Lieferservice an: Ab einem Einkaufswert von 100 Euro liefert die Spedition Meyer & Meyer die eingekauften Waren mit einem E-Transporter im Stadtgebiet kostenlos nach Hause. Unter 100 Euro kostet der Service 4,90 Euro. Die Buchhandlung Wenner liefert bereits seit Februar kostenlos Bücher nach Hause.

Bündelung für weniger Vekehr

Die SPD-Ratsfraktion begrüßt die Initiativen der beiden Händler. „Mehr Leistung, mehr Individualität, mehr Erlebniseinkaufen, so begegnet man dem stetig wachsenden Online-Handel“, wird der Fraktionsvorsitzende Frank Henning in einer Mitteilung zitiert. „Allerdings würden wir auch eine gemeinsame City-Logistik für erstrebenswert halten, denn nur so vermeiden wir unnötige Verkehre in der Stadt.“

Die SPD favorisiert eine gemeinsame Auslieferung der in der Osnabrücker Innenstadt eingekauften Waren. Ein gemeinsamer Logistikverbund könnte viele Wege vermeiden.

SPD: Service stärkt ÖPNV

„Klasse finden wir die Idee des Fahrradkuriers oder die Nutzung von E-Mobilität in der Auslieferung. So wird der Lieferservice emissionsfrei dargestellt“, wird Heiko Panzer, Sprecher für Stadtentwicklung der SPD-Ratsfraktion, in der Mitteilung zitiert. Aber: „Schlecht wäre es, wenn jedes Fachgeschäft seinen eigenen Lieferwagen losschickt“, schreibt Henning. Schäffer hatte allerdings angekündigt, dass Kooperationen mit anderen Unternehmen künftig denkbar wären – und bekräftigte das am Montag erneut.

IHK und Handwerkskammer sollten der SPD zufolge verstärkt an einer solchen Lösung mitarbeiten. Denn letztlich könnten auch mehr Menschen den ÖPNV nutzen, wenn sie die schweren Einkäufe nicht selbst nach Hause schleppen müssten.