Wanderausstellung in Osnabrück Uni zeigt Beziehungen von Flüchtlingen und Helfern

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Pädagogikprofessorin und Projektleiterin Margit Stein von der Uni Vechta eröffnete die Wanderausstellung im Osnabrücker Institut für Islamische Theologie. Foto: Coskun SaglamPädagogikprofessorin und Projektleiterin Margit Stein von der Uni Vechta eröffnete die Wanderausstellung im Osnabrücker Institut für Islamische Theologie. Foto: Coskun Saglam

pm/ansk Osnabrück  Eine Wanderausstellung im Institut für Islamische Theologie (IIT) der Universität Osnabrück zeigt, wie gut Integration im Alltag funktionieren kann. Unter dem Motto „Neue Beziehungen entstehen...“ illustrieren 30 Poster das Miteinander von Flüchtlingen und ehrenamtlichen Helfern.

Die von Studenten der Universität Vechta erstellte Wanderausstellung fasst bildlich zusammen, wie sich die Beziehungen von geflüchteten Menschen und ihren ehrenamtlichen Betreuungspersonen vom ersten Kontakt bis heute entwickelt haben. Die Plakate zeigen anhand vieler persönlicher Beispiele, welche Erwartungen und Zukunftswünsche die Beteiligten hegen und wie sie ihre Erfahrungen mit dem jeweils völlig fremden Kulturkreis bewerten. Die Grundidee der Ausstellung fasst Pädagogikprofessorin und Projektleiterin Margit Stein so zusammen: „Um sich kennenlernen und verstehen zu können, muss man dem anderen zuhören“.

Interviews als Grundlage

Für die Ausstellung wurden 160 Personen interviewt, die aus verschiedenen Ländern nach Deutschland geflüchtet sind oder sich als Betreuer in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Zu den vielen interessanten Befragungsergebnissen zähle vor allem eine Erkenntnis, berichtet Stein: „Die Hoffnungen und Ziele junger Flüchtlinge ähneln sehr denen einheimischer Jugendlicher. Neben dem Erlernen der deutschen Sprache wünschen sie sich einen interessanten Arbeitsplatz und eine sichere Zukunft für ihre Familie.“

Bilder geben Geflüchteten ein Gesicht

Dass das IIT Osnabrück ein passender Ort für die Ausstellung ist, belegt die große Resonanz. Bereits zur Eröffnung Ende November konnte Professor Habib El Mallouki neben einigen Ehrengästen mehr als 50 Studenten begrüßen. „Die hier zusammengestellten Bilder geben den Geflüchteten ein Gesicht und tragen dazu bei, dass sie in Würde in ihrem Zufluchtsland leben können“, erklärte er. Zuvor war die Ausstellung unter anderem in Bremen, Oldenburg, Leipzig und Regensburg zu sehen.

IIT als Brückenbauer

„Hier kommt etwas zusammen, was zusammen gehört“, sagte der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Fritz Brickwedde, als einer der Ehrengäste. Eine Ausstellung, die für ein friedliches Miteinander wirbt, passe sehr gut zur Friedensstadt Osnabrück und zum IIT. Denn das sei bundesweit als Brückenbauer zwischen dem Islam und anderen Weltreligionen wie dem Christentum anerkannt. Das große Interesse so vieler junger Menschen verdeutliche, „dass für den Frieden entscheidende Werte wie Dialogbereitschaft, Respekt und Toleranz aktiv im IIT gelebt werden. Auch deshalb sind wir stolz, dass das Institut in Osnabrück zu Hause ist“.

Die Ausstellung im  Institut für Islamische Theologie  (Kamp 46-47) geht bis Freitag, 15. Dezember.


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