Spieleerfinder Kai Haferkamp Warum ein Osnabrücker im Ravensburger-Porträt des SWR auftaucht

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Osnabrück. Wie der Osnabrücker Spieleerfinder Kai Haferkamp eine seiner neuesten Ideen bei Deutschlands größtem Spielehersteller vorgestellt hat, ist am Mittwoch, 16. Mai, im Fernsehen zu sehen. Der SWR hat ihn gefilmt für ein Ravensburger-Porträt in der Reihe „Made in Südwest“. Wahrscheinlich mit dabei: Haferkamps „legendärer“ Koffer und „Monsterstarker Glibberklatsch“.

Auf Messen zieht Kai Haferkamp immer einen großen Koffer hinter sich her. Darin sind Prototypen. Kinderspiele-Prototypen. Mit ihnen geht er zu den Redakteuren verschiedener Verlage, um ihnen seine neuen Ideen zu präsentieren. Mehr als 150 Spiele des 50-Jährigen wurden bereits veröffentlicht. Kein Wunder also, dass sein Koffer in der Szene als „legendär“ oder zumindest als Markenzeichen angesehen wird. Im vergangenen Jahr reiste Haferkamp mit seinem Koffer nach Ravensburg. Dieses Mal war das Begleitstück aber nur Requisite – für einen Auftritt in der 30-minütigen SWR-Dokumentation „Made in Südwest: Die Spielmacher aus Ravensburg – Memory, Malefiz und das digitale Kinderzimmer“. Ein Beitrag, der ursprünglich schon im Dezember 2017 hätte ausgestrahlt werden sollen.

Vom Prototypen zum fertigen Produkt

Anhand Haferkamps „Monsterstarker Glibberklatsch“ zeigen die Fernsehleute des ARD-Regionalsenders den Weg eines Spiels vom Prototypen über das Testen in Redaktion und Kindergarten zum fertigen Produkt. Der Osnabrücker fühlt sich durch die Auswahl seines Titels geehrt, schließlich ist das Portfolio des Verlags nicht gerade klein. Die Entscheidung habe Ravensburger getroffen, meint Haferkamp. „Wohl, weil das Spiel bei den Tests so gut ankam.“

Schon auf der Anfahrt zum Ravensburger-Firmengelände habe ihn das Kamerateam begleitet, berichtet Haferkamp. „Allein wie der Pförtner das Tor öffnet, wurde aus drei Perspektiven gedreht.“ Und dann natürlich auch das Ausladen des Koffers. Bei der Präsentation die Kamera und ein Mikro immer im Nacken zu haben, sei ein ungewohntes Gefühl gewesen. Bei den neuen Prototypen war „Monsterstarker Glibberklatsch“ dann nicht mehr dabei. Ravensburger hatte sich ja längst schon für die Umsetzung dieses Geschicklichkeitsspiels mit klebrigen Glibberhänden entschieden; seit Anfang des Jahres ist es im Handel.

Eine kuriose Entstehungsgeschichte

Überrascht wurde Haferkamp während des Drehs von Ravensburger-Redakteurin Monika Gohl, die ihm damals erstmals das fertige Spiel präsentierte. Außerdem durfte der Osnabrücker die kuriose Entstehungsgeschichte des Spiels erzählen. „Ein Spiel, das es nie gegeben hätte, wenn nicht zwei Testspielerinnen bei mir im Arbeitszimmer diese Glibberhände entdeckt hätten und so lange damit herumgealbert hätten, bis ich ihnen versprochen habe, ein Spiel draus zu machen“, sagt Haferkamp.

Bei einem weiteren Drehtermin begleitete das Fernsehteam den Osnabrücker ins Hotel, wo Haferkamp letzte Arbeiten an einem Prototypen nachstellen sollte. Außerdem sei seine Einschätzung gefragt gewesen: Was macht den Wert des Spielens aus? Was muss in der Spieleszene verbessert werden?

Ravensburger: Seit mehr als 130 Jahren in Familienbesitz

Ob all diese Szenen auch Eingang in die erst kurz vor Ausstrahlung abschließend geschnittene Dokumentation gefunden haben und gesendet werden? Am 16. Mai 2018 ab 18.15 Uhr lässt sich das auf SWR überprüfen. In einer Sendung, die vornehmlich ja das Unternehmen Ravensburger porträtieren soll. Einen Verlag, der seit mehr als 130 Jahren in Familienbesitz ist und bei dem seit April dieses Jahres mit Clemens Maier der Urenkel des Firmengründers an der Spitze steht.

Spielekritiken finden Sie auf der Spielekenner-Themenseite.


Sendetermin

„Made in Südwest: Die Spielmacher aus Ravensburg“, SWR, 16. Mai 2018, 18.15 Uhr

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